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	<description>Magazin für Reportagen</description>
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	<title>Ozeanien &#8211; WELTSEHER</title>
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		<title>Riff in Gefahr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Huth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2015 12:50:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Isa Hoffinger]]></category>
		<category><![CDATA[Riff]]></category>
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					<description><![CDATA[In Australien kämpfen Umweltschützer gegen die mächtige Kohle-Industrie, um das Great Barrier Reef vor dem Bau neuer Minen zu bewahren. Eine Reise in ein bedrohtes Paradies.<p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.weltseher.de/reise-zum-riff/"><i class="icon-right-dir"></i></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>In Australien kämpfen Umweltschützer gegen die mächtige Kohle-Industrie, um das Great Barrier Reef vor dem Bau neuer Minen zu bewahren. Eine Reise in ein bedrohtes Paradies.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Meer ist rauchblau an diesem Oktobermorgen. Aus den schmalen, dunkelgrauen Wolkensteifen, die wie Tapetenfetzen am Himmel kleben, regnet es ein paar stecknadelkopfgroße Tropfen, als wir in die einmotorige Cessna 208 steigen, die uns von Hayman Island mit einem Zwischenstopp zu den Pfingstsonntagsinseln bringen soll.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Wetter ist nicht gerade ideal für einen Start auf dem Ozean. Der Wind fegt mit 25 Knoten über die offene See, die Böen peitschen das Wasser aus, das sich aufbäumt und bis zu zwei Meter hohe Wellen schlägt. Während ich mir beim Einstieg in das Wasserflugzeug den Kopf an der niedrigen Decke stoße und bete, dass die Cessna gleich möglichst sanft abheben wird, erzählt uns der Pilot – „by the way“ – dass unser Flug beinahe gecancelt worden wäre wegen einer Unwetterwarnung.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Im Flieger</h2>
<p style="text-align: justify;">Besonders gut fühlt sich das Nach-Vorne-Gerissenwerden beim Start nicht an. Es ist eher so, als zöge ein unsichtbares Seil unseren Flieger mit einem Ruck im 60-Grad-Winkel nach oben. Ein paar Minuten später, während wir über dem Pazifik schweben, habe ich das mulmige Gefühl vergessen. Es ist mir plötzlich völlig gleichgültig, was gestern war, morgen sein wird, in der nächsten Woche passiert – oder in zehn Jahren. Mein Kopf ist leer, mein Atem geht tief und ruhig, und mein Körper fühlt sich so leicht an wie eine Daune, die ein Kind vom Boden aufgesammelt, in seine Handinnenfläche gelegt und dann, ganz zärtlich, in die Luft gepustet hat.</p>
<p style="text-align: justify;">So, oder so ähnlich, muss sich Floating anfühlen, denke ich. Nur, dass ich nicht schwerelos in einem mit Salzwasser gefüllten Tank treibe, sondern über dem Great Barrier Reef kreise – und partout nicht landen will, weil ich einfach nicht genug davon bekommen kann, aus dem Fenster zu sehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Manche Menschen, behauptet unser Pilot Hardy, würden ganz high werden, während sie auf die kilometerlangen Korallenwände blicken, die sich übereinander schieben, und die bei Ebbe aus dem Wasser ragen, das so knallig satttürkis glüht als hätte ein Geist heimlich elektrische Leuchten am Meeresgrund befestigt. Kein Wunder, denke ich. Blaues Licht, das haben Hirnforscher herausgefunden, regt die Serotoninausschüttung besonders stark an. Deshalb schauen Menschen so gern an wolkenlosen Tagen in den Himmel. Darum werden schwermütige Menschen mit Lichtduschen therapiert. Und deswegen saugt meine Netzhaut wohl auch diesen Mix aus Sonnenlicht und beruhigenden Blautönen so gierig auf. Weil dieser Anblick so glücklich macht.</p>
<div id="aesop-gallery-5317-1"  class="aesop-component aesop-gallery-component aesop-thumbnail-gallery-wrap    " ><div id="aesop-thumb-gallery-5317" class="fotorama" 	data-transition="crossfade"
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																			data-click="true"><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/09/great-barrier-reef-15.jpg" data-caption="Das Hardy Reef liegt im zentralen Sektor des Great Barrier Reefs. Ein kleines Riff hat die Form eines Herzens und heißt auch so, Heart Reef. " alt=""><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/09/great-barrier-reef-8.jpg" data-caption="Das Riff erstrahlt in allen Blautönen." alt=""><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/09/great-barrier-reef-2.jpg" data-caption="Lady Elliot Island ist die südlichste Koralleninsel des Great Barrier Reefs und eine der wenigen, auf denen man übernachten kann." alt=""><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/09/great-barrier-reef.jpg" data-caption="Auf Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt, dient der breite Strand als Straße." alt=""><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/09/great-barrier-reef-14.jpg" data-caption="Fitzroy Island war früher ein Backpacker-Paradies." alt=""><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/09/great-barrier-reef-11.jpg" data-caption="Mittlerweile gibt es auf Fitzroy Island ein kleines Hotel und eine Kurklinik für verletzte Meeresschildkröten." alt=""><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/09/great-barrier-reef-19.jpg" data-caption="Der Whitehaven Beach gehört zu den schönsten Stränden der Welt." alt=""><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/09/great-barrier-reef-10.jpg" data-caption="Abschied vom Hardy Reef: Die Blautöne variieren je nach Tageszeit und den Wetterverhältnissen." alt=""></div><p class="aesop-component-caption">Fotos: Isa Hoffinger</p></div>
<h2 style="text-align: justify;">Ringe aus Türkis</h2>
<p style="text-align: justify;">In helleren Schattierungen, etwas näher an den Inseln, legt sich das Türkis wie ein Ring um die Eilande. Im Hill Inlet, einem Fjord im Whitsundays-Archipel, fließen das Azurblau des Pazifiks und das Mehlweiß der Sandbänke schlangenlinienförmig ineinander. Die Farben fransen an den Enden leicht aus, wie Wasserfarben auf Aquarellpapier.</p>
<p style="text-align: justify;">Über das Riff zu fliegen, ist wirklich berauschend. 350 000 Quadratkilometer groß ist dieser einzigartige Lebensraum für Fische, Schildkröten, Korallen, Seevögel. Ganz Deutschland würde hinein passen. James Cook entdeckte das Große Barriereriff zufällig, im Jahr 1770, als er auf seiner ersten Südseereise mit seiner HMS Endeavour auf Grund lief. Schon 1981, vor über 30 Jahren, hat die UNESCO das Riff zum Weltnaturerbe erklärt. Damit sich die Menschen darum kümmern, es achten und erhalten. Geklappt hat das nicht besonders gut.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach Angaben von Greenpeace hat das Riff in den letzten 50 Jahren einen großen Teil seiner Korallenbedeckung verloren. Viele Korallen erkranken am White Syndrome. Dabei löst sich das Gewebe vom Kalkgerüst und fällt einfach ab, wie verwestes Fleisch von einem Kadaver. Korallen leben in einer symbiotischen Beziehung mit Algen. Die Koralle filtert Nährstoffe aus dem Wasser, einen Teil davon liefern die Algen. Die wiederum benötigen Sonnenlicht, um Photosynthese betreiben zu können. Genau das können sie oft nicht mehr, denn durch Wirbelstürme, den Schiffsverkehr und Baggerarbeiten an den Häfen werden Sedimente aufgewirbelt, die das Wasser eintrüben. Die Algen sterben, und mit ihnen verhungern und erbleichen auch die vielen bunten Stein- und Weichkorallen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Die Gier der Wirtschaftsbosse</h2>
<p style="text-align: justify;">Das Schlimmste aber, sagen Umweltschützer, sei die unstillbare Gier der australischen Wirtschaftsbosse nach dem Geld, das die Kohleindustrie einbringt. Mit Tony Abbot hat Down Under seit 2013 einen Premierminister, der nicht viel vom Umweltschutz hält. Stattdessen investiert die Regierung hauptsächlich in die Kohleindustrie, mit dem Export des schwarzen Golds nach Indien und China macht Australien satte Gewinne.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Galilee Basin im Bundesstaat Queensland sind laut Greenpeace Australia neun neue Kohleminen vorgesehen. Fünf davon werden größer sein als die größten heutigen Minen. Ich kann mir das schwer vorstellen und suche nach Zahlen, die es mir leichter machen, die Ausmaße zu erfassen. Auf der Homepage von Greeenpeace und im Netz finde ich sie: Vor zehn Jahren produzierte die größte australische Mine 10 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr, die größte Mine heute produziert bereits das Doppelte, also 20 Millionen Tonnen im Jahr, und die größte der neuen Galilee-Minen, die China Stone Mine, soll angeblich 60 Millionen Tonnen im Jahr produzieren. Wenn die riesige Menge Kohle aus den geplanten neuen Minen verfeuert würde, würden mehr als 700 Millionen Tonnen CO2 jährlich freigesetzt. Wäre das Galilee Basin ein Staat, würde es damit zum siebtgrößten Emittenten von CO2 weltweit. Eine gruselige Vorstellung.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Bau der Minen wird vorangetrieben von Bergbaumagnaten wie Gina Rinehart, der reichsten Frau der Welt, und von dem Milliardär Clive Palmer, zum Teil im Verbund mit indischen Bergbaugesellschaften. Um nun noch mehr Kohle verschiffen zu können, müssten weitere Häfen, teilweise auch im Riffgebiet, ausgebaut werden. Der Schiffsverkehr würde ansteigen. Und das, befürchten Aktivisten, würde das fragile Ökosystem weiter gefährden.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Riff in Gefahr</h2>
<p style="text-align: justify;">Unser Pilot Hardy sagt, man müsse optimistisch bleiben. Er meint, dass sich das Riff bisher immer gut regeneriert habe. Nach jedem Zyklon seien die Korallen wieder gewachsen. Hardy ist Mitte 40 und trägt ein blütenweißes, gestärktes Hemd mit goldenen Abzeichen auf den Schultern und dem eingestickten Logo der Fluglinie „Air Whitsundays“ auf der linken Brust. Er hat diese ganz typische, australische No-worries-Mentalität. Und er lebt vom Tourismus, also muss er hoffen, dass das Great Barrier Reef geschützt wird und erhalten bleibt. Immerhin zieht das Riff die meisten Urlauber an. Und die seien immer fasziniert vom siebten Weltwunder.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Mal, erzählt Hardy, habe er ein kanadisches Paar zum Whitehaven Beach geflogen, jenem Strand, dessen Sand so fein ist wie Puderzucker. Viele Hochzeitspaare fliegen hierher, weil der Hintergrund auf Fotos so romantisch aussieht. Die Frau aus Ontario, sagt Hardy, habe damals jedenfalls vor Staunen kein Wort heraus gebracht, als er über dem Whitsundays-Archipel eine Extra-Kurve für sie geflogen sei. Und ihr Mann, ein schlanker, ernster Wissenschaftler, habe die ganze Zeit reglos auf dem cognacfarbenen, leicht abgewetzten Ledersitz der Cessna gesessen und beim Anblick des Riffs vor Rührung geweint. Und dann – ach ja – genau, da waren auch noch diese lustigen Japaner. Nette Leute, 55, 60 Jahre alt vielleicht, sagt Hardy. Sie hätten dauernd gegluckst und gefeixt, und ihre Stimmen hätten so verzerrt geklungen, als hätten sie Lachgas eingeatmet.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir müssen landen. Diesmal mit dem Helikopter, in den wir nach einer Übernachtung auf einer Plattform im Ozean umgestiegen sind. Ich fühle mich wie aus dem Nest getreten und mag gar nicht aussteigen, aber Will, unser Guide, ein drahtiger, etwa 1,60 Meter großer Neuseeländer macht es mir leicht. Er begrüßt uns und erklärt uns alles über die Flora und Fauna der Whitsundays. Und über die Meeresbewohner. Die Natur hat mehr Kraft als wir Menschen, sie birgt Gefahren und ist geheimnisvoll, man muss ihr mit Respekt begegnen, sagt er.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Muschel mit Nervengift</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Kegelmuschel beispielsweise harpuniert ihre Opfer mit einem Nervengift. Der Steinfisch, dessen unbeschuppte Haut mit warzigen Drüsen versehen ist, versteckt sich auf den Korallen und tarnt sich ziemlich gut. Das Gift in seinen Rückenflossen kann tödlich sein. In Acht nehmen sollten sich Schnorchler auch vor der daumengroßen Irukandji-Qualle. Wer von ihr gebissen wird, dem wird sofort übel. Manchmal führt eine Begegnung mit der Qualle auch zum Herzstillstand. Das komme aber nur selten vor, sagt Will. Seine große Liebe ist die Lederschildkröte, die bis zu sechs Meter lang wird und dank ihres dicken Panzers besonders tief tauchen kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Nur einen Tag bleiben wir auf den Pfingstsonntagsinseln. Es ist gleichzeitig mein Abschied vom Riff. Zehn Tage war ich hier unterwegs, bin von Insel zu Insel geflogen. Auf der Heimreise über Hongkong nach Frankfurt leide ich unter Entzugserscheinungen. Die Bilder von den rund 3000 einzelnen Riffen laufen in meinem Kopf in rascher Folge ab, wie ein surrealer Kitschfilm.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Aussicht auf das erdrückende Novembergrau und den Nieselregen in Deutschland ist nicht besonders verlockend. Ich lehne mich wehmütig im Sitz des Fliegers zurück, schlafe ein und träume naiverweise davon, dass es den australischen Aktivisten irgendwie gelingen möge, den Bau einiger neuer Minen zu stoppen.</p>
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		<title>Eine Reise zu den Landtauchern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver Alegiani]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2014 05:46:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vanuatu]]></category>
		<category><![CDATA[Bräuche]]></category>
		<category><![CDATA[Christina Czybik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtaucher]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Südsee]]></category>
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					<description><![CDATA[Der eher unbekannte Südseestaat Vanuatu hat ein einzigartiges Ritual: Landtauchen. Lediglich an Lianen befestigt, stürzen sich waghalsige Männer aus bis zu 30 Metern Höhe der Erde entgegen. Ein gefährliches Spektakel.<p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.weltseher.de/eine-reise-zu-den-landtauchern/"><i class="icon-right-dir"></i></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Der eher unbekannte Südseestaat Vanuatu hat ein einzigartiges Ritual: Landtauchen. Lediglich an Lianen befestigt, stürzen sich waghalsige Männer aus bis zu 30 Metern Höhe der Erde entgegen. Ein gefährliches Spektakel.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Sie nennen sich Landtaucher – eine Bezeichnung, die gefahrlos, fast romantisch klingt. Als sich aber der erste Mann kopfüber auf die Erde stürzt, kommen mir nur zwei Begriffe in den Sinn: lebensmüde und verrückt. Doch während ihm Mann für Mann folgt, vermittelt sich der Eindruck von Mut, Rausch und einem klaren Ja zum Leben. Das jedenfalls ist den lachenden Gesichtern der Springer deutlich abzulesen. Überhaupt scheint das Spektakel des Landtauchens eher ein Fest der Fröhlichkeit und des Lebenswillens zu sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin mit einem kleinen Air-Taxi auf die Insel Pentecost geflogen. Sie gehört zum eher unbekannten, touristisch kaum erschlossenen Südseestaat Vanuatu, der aus 83 Inseln besteht. 67 von ihnen sind bewohnt – so auch das Eiland Pentecost mit seinen rund 12.000 Einwohnern. Hier sitze ich nun zusammen mit einer Handvoll anderer Besucher auf einem zur Bank umfunktionierten Baumstamm im Busch.</p>
<h2 style="text-align: left;">Jeder Springer ist für seine Liane verantwortlich</h2>
<p style="text-align: justify;">Schwitzend in der Schwüle, die Augen gespannt auf den Holzturm gerichtet, an dem die Land Diver letzte Vorbereitungen für ihre Sprünge treffen. Geschickt messen und verknoten sie die Lianen, deren Länge haargenau stimmen muss. Millimeterarbeit, von denen Leib und Leben abhängen. Jeder Springer ist für seine eigene Liane verantwortlich, doch grünes Licht für die Tauglichkeit der Gesamtkonstruktion gibt am Ende der Clan-Chef.</p>
<p style="text-align: justify;"><div class="cycloneslider cycloneslider-template-thumbnails cycloneslider-width-responsive" id="cycloneslider-2167-1" style="max-width:1150px" ><div class="cycloneslider-slides cycle-slideshow"	data-cycle-allow-wrap="true" data-cycle-dynamic-height="off" data-cycle-auto-height="1150:647" data-cycle-auto-height-easing="null" data-cycle-auto-height-speed="250" data-cycle-delay="0" data-cycle-easing="" data-cycle-fx="fade" data-cycle-hide-non-active="true" data-cycle-log="false" data-cycle-next="#cycloneslider-2167-1 .cycloneslider-next" data-cycle-pager="#cycloneslider-2167-1 .cycloneslider-pager" data-cycle-pause-on-hover="true" data-cycle-prev="#cycloneslider-2167-1 .cycloneslider-prev" data-cycle-slides="&gt; div" data-cycle-speed="1000" data-cycle-swipe="false" data-cycle-tile-count="7" data-cycle-tile-delay="100" data-cycle-tile-vertical="true" data-cycle-timeout="30000"	> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_und_ab.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Lediglich an Lianen befestigt, die die waghalsigen Jungen und Männer um ihre Fesseln tragen, springen sie aus bis zu 30 Metern Höhe der Erde entgegen. Foto © Christina Czybik</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_seil_binden.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Geschickt messen und verknoten sie die Lianen, deren Länge haargenau stimmen muss. Millimeterarbeit, von denen Leib und Leben abhängen. Foto © Christina Czybik</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_seil.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Jeder Springer ist für seine eigene Liane verantwortlich, doch grünes Licht für die Tauglichkeit der Gesamtkonstruktion gibt am Ende der Clan-Chef. Foto © Christina Czybik</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_im_turm.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Der Turm, von dem die Landtaucher springen, ist selbst gebaut. Foto © Christina Czybik</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_junge_im_turm.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Der Junge sucht immer wieder nach ermutigenden Blicken seiner Angehörigen.Foto © Christina Czybik</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_vor_dem_sprung.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Mit seinem Sprung wird der Junge zum Mann. Foto © Christina Czybik</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_bereit_zum_sprung.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Das Ritual wird nur in den Monaten Mai und Juni abgehalten. Ansonsten ist es zu gefährlich. Foto © Christina Czybik</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_absprung_frontal.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Bei jedem Sprung durchzuckt ein alarmierendes Knacken und Krachen die Dschungel-Hitze. Foto © Christina Czybik</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_im_flug.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Mit bis zu 70 km/h stürzen die Springer zu Boden. Foto © Christina Czybik</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_im_flug_2.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Gehalten werden sie nur von den Lianen um ihre Fesseln. Foto © Christina Czybik</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_sprung.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Erst seit wenigen Jahren ist es Besuchern erlaubt, an den Feierlichkeiten der Landtaucher teilzuhaben. Foto © Christina Czybik</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_landung.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Alle Springer landen ohne Verletzungen auf dem Boden. Foto © Christina Czybik</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_landung_freude.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Bislang gab es in all den Jahrzehnten nur zwei Todesfälle. Foto © Christina Czybik</div> </div> </div> </div><div class="cycloneslider-prev"></div><div class="cycloneslider-next"></div></div><div id="cycloneslider-2167-1-pager" class="cycloneslider-template-thumbnails cycloneslider-thumbnails"	style="max-width:1150px" ><ul class="clearfix"> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_und_ab-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_seil_binden-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_seil-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_im_turm-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_junge_im_turm-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_vor_dem_sprung-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_bereit_zum_sprung-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_absprung_frontal-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_im_flug-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_im_flug_2-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_sprung-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_landung-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/09/christina_czybik_landdiving_landung_freude-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> </ul></div>
<p style="text-align: justify;">Erst seit wenigen Jahren ist es Besuchern erlaubt, an den Feierlichkeiten der Landtaucher teilzuhaben. Umso mehr fühle ich mich geehrt, diesem weltweit einzigartigen Ritual beiwohnen zu dürfen. Ich komme mir sogar ein bisschen mutig vor, mich allein in den Busch gewagt zu haben, wenngleich sich der eigene Mut angesichts der springenden Männer ganz schnell relativiert. Ihr Wille, sich für die Gemeinschaft in Gefahr zu begeben, ist beeindruckend. Ihre Courage, sich der lebensbedrohlichen Herausforderung zu stellen, weckt Bewunderung. Ihr Ansporn, das Abenteuer zum Wohle aller zu überstehen, verdient Respekt und Anerkennung.</p>
<p style="text-align: justify;">Lediglich an Lianen befestigt, die die waghalsigen Jungen und Männer um ihre Fesseln tragen, springen sie aus bis zu 30 Metern Höhe der Erde entgegen. Sie feiern damit ihre Männlichkeit, die Kraft ihrer vom täglichen Leben im Busch trainierten Körper und das Testosteron, das sie stark und mutig macht. Zugleich unterstreichen sie damit ihre Zuversicht auf eine gute Ernte, denn der Sage nach soll die Erde durch die Berührung mit ihrem Haar besonders fruchtbar werden. Die Frauen unterstützen das Zeremoniell pfeifend, singend und mit rhythmischem Stampfen, bleiben jedoch dezent im Hintergrund.</p>
<h2 style="text-align: left;">Ursprung des Rituals geht auf eine Frau zurück</h2>
<p style="text-align: justify;">Als Europäerin erheitert mich gerade das, denn Naghol oder Gol, wie das Landtauchen im südlichen Teil von Pentecost heißt, wurde vor vielen Jahrhunderten zuallererst von einer Frau ausgeübt. Sie ertrug die Eifersucht ihres Mannes und seine unersättliche Begierde nicht mehr und floh in den Wald. Sie forderte ihn heraus, ihr auf einen der riesigen Banyan Trees zu folgen. Wenn sie beide den Sprung vom Baum überleben würden, so ihre vermeintlich romantische List, dann müssten sie füreinander bestimmt sein und bis in alle Ewigkeit zusammengehören. Ihr Süßholzraspeln verschleierte seinen Blick auf die Lianen, die seine Frau um ihre Knöchel gebunden hatte, und er sprang geradewegs in den Tod.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele Jahrzehnte nach diesem Ereignis waren es stets Frauen, die sich wagemutig von den Bäumen stürzten. Sie feierten den Mut ihrer Schwester und sprangen aus Solidarität – vermutlich auch mit Spaß und Lebensfreude – von den Banyan Bäumen. Doch bei ihren Sprüngen soll laut Überlieferung der Wind unheimlich durch die Bäume gepfiffen haben, so als streife der Geist ihres verstorbenen Ehemannes noch rastlos durch die Wälder. Dieses ‚Zeichen’ wurde schließlich so ausgelegt, dass das Landtauchen nicht mehr Sache der Frauen sein durfte – es wurde zum puren Männerritual.</p>
<p style="text-align: justify;">Genau diese lassen sich alljährlich in den Monaten Mai und Juni von ein paar schaulustigen Touristen feiern. Winkend und lachend stehen sie auf dem Turm, falten kurz die Hände und richten den Blick in den Himmel, bevor sie sich in die Tiefe stürzen.</p>
<h2 style="text-align: left;">Eine Junge springt und wird so zum Mann</h2>
<p style="text-align: justify;">Heute springen insgesamt neun Männer, wovon der erste auch der jüngste ist. Vermutlich ist es seine Premiere vor Publikum, ich schätze ihn auf gerade mal 12 Jahre. Während er auf der untersten Planke steht, sucht er immer wieder nach ermutigenden Blicken und der Aufmunterung seiner Angehörigen. Schüchtern springt er als Junge dem Erdboden entgegen – und steht auf als Mann. Stolz, strahlend vor Freude und beglückwünscht von seiner Familie.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei jedem Sprung durchzuckt ein alarmierendes Knacken und Krachen die Dschungel-Hitze. Erschrocken halte ich den Atem an, nur um erleichtert festzustellen, dass es bloß die Lianen waren. Knochen gehen zum Glück nicht zu Bruch. Auch der selbstgebaute Turm hält stand. Und jeder der Landtaucher steht nach seinem Fall mit einem herzerfrischenden Lachen wieder auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit jedem Sprung werden die Gesänge lauter, und die stampfenden Rhythmen schwellen an, während die Diver immer höhere Planken auf dem Turm erklimmen. Der finale Sprung erfolgt vom schmalen Grat der Turmspitze statt und lässt mich noch ein letztes Mal den Atem anhalten. Der Fall des Divers scheint endlos in die Tiefe zu gehen, obwohl er mit einer Geschwindigkeit von 70 km/h auf die Erde zurast. Auch er steht unverletzt da, steht lachend wieder auf und winkt seinem Publikum zu.</p>
<h2 style="text-align: left;">Todesfälle beim Ritual</h2>
<p style="text-align: justify;">Seit den vielen Jahrzehnten, die die Inselbewohner dieses Spektakel zelebrieren, wissen sie nur von zwei Todesfällen zu berichten. Einer davon ereignete sich im Jahre 1974, als Queen Elizabeth II. die Insel Pentecost besuchte, und geht aufs Konto der Missionare. Sie überredeten die Dorfbewohner, den hohen Besuch auf außergewöhnliche Weise zu unterhalten – mit dem Landtauchen – wenngleich dies zur Regenzeit extrem gefährlich war. Einer der Diver sprang denn auch mit der nassen Liane in den Tod.</p>
<p style="text-align: justify;">Heute ist glücklicherweise nichts dergleichen passiert. Im Gegenteil: Alle Beteiligten übertreffen sich gegenseitig in punkto Partylaune und Lebensfreude. Nach 2,5 Stunden ist das Spektakel beendet, und der Dorfälteste bedankt sich für das Interesse an der Kultur der Inselbewohner sowie für die Unterstützung des Dorfes. Und ich, überwältigt von den Eindrücken, muss schnell wieder ins Air Taxi steigen, da das Wetter umzuschlagen droht.</p>
<p style="text-align: justify;">Würde ich selber, wenn es mir als Frau überhaupt gestattet würde, den Sprung vom Gol wagen? Nie im Leben! Nicht mal von der niedrigsten Planke! Eher würde ich eine ganze Nacht am Schlund des aktiven Vulkans auf der Nachbarinsel Tanna verbringen.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><em>Warum unsere Autorin unbedingt nach Vanuatu wollte, erfährst Du im</em></strong><br />
<a title="Autoreninterview mit Christina Czybik" href="http://weltseher.de/autoreninterview-mit-christina-czybik/" target="_blank" rel="attachment wp-att-1480"><img class="size-full wp-image-1480 aligncenter" src="http://weltseher.de/wp-content/uploads/2014/06/Siehdiewelt.png" alt="Autoren-Interview" width="200" height="50" data-id="1480" /></a></p>
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