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	<description>Magazin für Reportagen</description>
	<lastBuildDate>Mon, 26 Oct 2015 22:34:02 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Sport &#8211; WELTSEHER</title>
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		<title>Polofanten-Transport</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Huth]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2015 01:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Thailand]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Litz]]></category>
		<category><![CDATA[Elefanten]]></category>
		<category><![CDATA[Marcus Vogel]]></category>
		<category><![CDATA[Polo]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[Der thai­län­di­sche König lädt regel­mä­ßig zum gro­ßen Polo-Turnier - mit Ele­fan­ten statt Pfer­den. Die Tiere werden extra dafür von weit her geholt. Unsere Autoren haben das High-Society-Event besucht und saßen anschließend zwei Tage mit Elefanten auf der Ladefläche eines LKW.<p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.weltseher.de/elefanten-polo-thailand/"><i class="icon-right-dir"></i></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left; max-width: 700px !important;"><strong>Der thai­län­di­sche König lädt regel­mä­ßig zum gro­ßen Polo-Turnier &#8211; mit Ele­fan­ten statt Pfer­den. Die Tiere werden extra dafür von weit her geholt. Unsere Autoren haben das High-Society-Event besucht und saßen anschließend zwei Tage mit Elefanten auf der Ladefläche eines LKW.</strong></p>
    <div id="chapter-unique-3900-1"          class="aesop-article-chapter-wrap default-cover  aesop-component has-chapter-image aesop-chapter-full "
                 data-title="Polo beim König"
    >

        
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                                    <h2 class="aesop-cover-title" itemprop="title">
                        <span>Polo beim König</span>

                                                    <small>Kapitel 1</small>
                                            </h2>
                
                
            </div>

            <div class="aesop-chapter-overlay-content">
                            </div>
            
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<div class="autor" style="margin-top:20px !important">Text von <a style="color:#A71818" href="http://weltseher.de/autoren/christian-litz_/" target="_blank">Cristian Litz</a> &#038; Fotos von <a style="color:#A71818" href="http://weltseher.de/autoren/marcus-vogel/" target="_blank">Marcus Vogel</a></div>
<p style="text-align: justify;">Einmal landet der Armeehelikopter, der wachend über der königlichen Residenz kreist, hundert Meter weit weg vom Spielfeld. Die Elefanten sammeln sich in der Mitte des Felds, stehen im Kreis, berühren sich gegenseitig mit den Rüsseln. Fürchten sich wohl, trösten sich, warten. Es ist der ergreifendste Moment beim Elefantenpolo-Turnier. Das Elefantengemeinschaftsgefühl wirkt auch bei den Menschen. Der Moment ist zum Weinen sentimental.</p>
<p style="text-align: justify;">Prasop Tipprasert, ein lustiger, runder, quirliger Thailänder, sorgt schnell dafür, dass das Spiel unterbrochen wird. Erst als der Hubschrauber wieder weg ist, sind die Elefanten bereit weiterzuspielen &#8211; zum Vergnügen der High Society. Es sind vor allem reiche Menschen aus dem Westen, die hier im thailändischen Hua Hin eine Woche lang Elefantenpolo spielen. Hauptsächlich Engländer &#8211; aber auch Australier, Deutsche, Franzosen sowie ein paar US-Amerikaner und einige Thailänder. Söhne oft, die ein exklusives Hobby brauchen, was ganz Skurriles, um zu zeigen, dass sie reich sind. Und besonders.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Elefanten-Polo zum Tierschutz</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Einnahmen sind für das Elefantencamp in Lampang, eine Stiftung im Norden. Dort haben sie gerettete Tiere untergebracht, die illegal zum Holztransport eingesetzt und misshandelt wurden. Jedes der sechzehn Dreimannteams spendet 10.000 Dollar. Und das Hotel gibt 40 Prozent seiner Einnahmen (die Nacht kostet 300 Dollar) dem Elefantenfond. Doch die Tiere, die hier spielen, haben davon nichts. Sie kommen aus dem 700 Kilometer entfernten Surin und gehören Farmern. Wie Mr. Lee, er besitzt den größten der 34 Elefanten hier: die knapp drei Tonnen schwere Suwanlau. Auf ihr sitzt der Schiedsrichter. Alle Tiere beim Polo sind Weibchen, Männchen wären zu aggressiv.</p>
<p style="text-align: justify;">Prasop Tipprasert, der eben noch das Spiel unterbrochen hat, ist der Obermahout. So nennt man in Südostasien die Führer von Elefanten. Er arbeitet für das Elefantencamp in Lampang. Prasop trägt die Verantwortung für die Tiere, heuert sie und ihre Mahouts an, erklärt denen die Spielregeln, begutachtet die Elefanten. Er macht das im fünften Jahr, schläft im Resort, nicht in den Zelten und bekommt die teuren Whiskys vom Sponsoren in die Hand gedrückt. Im Gegensatz zu den anderen Mahouts, die mit den weißen Männern und Frauen nichts, gar nichts zu tun haben. Außer, dass sie die Elefanten lenken, mit einem Polospieler hintendrauf.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Die &#8222;Shitkeeper&#8220;</h2>
<p style="text-align: justify;">Elefantenführer, das ist hier Männersache. Doch auch Frauen sind am Spiel beteiligt &#8211; als &#8222;Shitkeeper&#8220;. Sie rennen während des Spiels zu zweit mit einem großen Bastkorb aufs Feld und sammeln den fußballgroßen Elefanten-Dung, der ständig irgendwo landet, auf. Dafür bekommen sie umgerechnet knapp zwei Euro am Tag. Und ab und zu ein Danke schön. John Claytor, ein Amerikaner, der nicht nur mitspielt, sondern auch gern am Mikro kommentiert, ruft einmal laut: &#8222;Applaus für die Shitkeeper. Die Ladies machen einen Klassejob.&#8220; Alle klatschen. Die Frauen, die gerade den schweren Bast-Korb vom Platz schleppen, freuen sich. Sie sind sich der Würdelosigkeit des Ganzen nicht bewusst. Nur Prasop Tipprasert verzieht das Gesicht &#8211; und ich. Wir sehen uns an und verstehen uns. Von dem Moment an, am Nachmittag des zweiten Tages, war er anders zu mir.</p>
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																			data-click="true"><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/02/Elefantenpolo-6.jpg" data-caption="" alt=""><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/02/Elefantenpolo-9.jpg" data-caption="" alt=""><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/02/Elefantenpolo-8.jpg" data-caption="" alt=""><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/02/Elefantenpolo-71.jpg" data-caption="" alt=""><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/02/Elefantenpolo-12.jpg" data-caption="" alt=""><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/02/Elefantenpolo-11.jpg" data-caption="" alt=""><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/02/Elefantenpolo-10.jpg" data-caption="" alt=""></div><p class="aesop-component-caption">Ein exklusiver Sport beim König: Elefanten-Polo. Fotos: Marcus Vogel</p></div>
<p style="text-align: justify;">Nach der Siegerehrung reißt Prasop Tipprasert die Hände hoch, lacht anders als er sonst lacht. Er hat ja oft gelacht in dieser Woche. Nun ruft er: &#8222;I am free. I am free.&#8220; Ein fragender Blick, es bricht aus ihm raus: &#8222;Das hier ist Luxus-Leben, nur Spiel. Das wahre Leben ist woanders.&#8220; Wo? &#8222;Willst Du es kennenlernen?&#8220; Ja. &#8222;Ist gefährlich. Heute Nacht werden die Elefanten abgeholt. Nach Surin. Zwei Tage Fahrt im Truck. Der ist offen. Ihr müsst mit den Elefanten hinten rauf, im Regen. Sonst gibt es keinen Platz. Aber es wär wirklich.&#8220; Ok. &#8222;Seid um Mitternacht hier.&#8220; Er schaut zweifelnd. Für Prasop bin ich einer derer, die nur gespielt haben, Elefantenpolo. Dekadenter Luxus.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Turnier in Hua Hin am Golf von Siam, der Sommerresidenz des Königs von Thailand, war gut getimed. Während der Spiele hat es kaum geregnet. Aber ab jetzt ständig und viel. Wir, Marcus, Fotograf und ich, sind am Treffpunkt um Mitternacht. Es ist niemand da, mit dem wir reden können. Mr. Lee, und einige andere, lächeln, nicken, sonst keine Kommunikation. Eine seltsame Nacht. Die Sonne geht gerade auf, als wir endlich Prasop Tipprasert ans Mobiltelefon bekommen. Er ist auf dem Weg nach Lampang, die ganz andere Richtung, mit zwei Babyelefanten. Er sagt: „Ihr wolltet das wahre Leben kennenlernen. Ich kenn es schon. Ich fahr heim.“ Ohh? „Warte, die Trucks werden kommen.“ Wann? „Keine Ahnung, morgen, übermorgen. Geduld.“ Prasop kündigt an, Kollege Prakorb Chamnankit werde vorbeischauen. Wir warten drei Tage, bleiben bei den Mahouts in einem umfunktionierten Camp der Armee.</p>
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																			<div class="aesop-stacked-caption">Mr. Lee und ein Elefant warten im Camp auf die Trucks.</div>
																	</div>
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                 data-title="Abtransport"
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                                    <h2 class="aesop-cover-title" itemprop="title">
                        <span>Abtransport</span>

                                                    <small>Kapitel 2</small>
                                            </h2>
                
                
            </div>

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            </div>
            
</p>
<p style="text-align: justify;">Dann kommen sie endlich. „Truck! Truck!“ Aufregung, Hektik. Mr. Lee packt eilig Säcke voll, Frauen rollen Matten zusammen. Nur kurze Eindrücke gibt es bei dem wenigen Licht, dem hohen Tempo. Aber klar ist, einige Mahouts schlafen noch auf den von der Armee gestellten Feldbetten. Greife Mr. Lee an die Schulter, deute mit dem Blick auf die Schlafenden. Er sagt: „One Truck, one Truck.“ Hält ein Handy hoch. Da! Der Motor ist zu hören. Die Scheinwerfer zu sehen. Tatsächlich. Wir werden die Elefanten heimbringen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es regnet brutal. Durch die Zeltplane tropft überall das Wasser. Die Mahouts sind Besitzer der Elefanten, manchmal aber nur die Führer, dann heißen sie offiziell Salalis, Diener. Aber jeder nennt sie Mahouts. Klingt ehrenvoller. Einen Elefanten zu führen, ist schwer, man braucht sein Vertrauen, muss quasi mit ihm alt werden, von klein auf dabei sein. Elefant und Mahout, das sei was Ähnliches wie eine Ehe, sagen sie hier oft.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Kommunikation mit Elefanten</h2>
<p style="text-align: justify;">Mit sechs Männern und fünf Frauen waren wir im einem Zelt. Alle kommen aus der Provinz Surin im Nordosten des Landes, an der kambodschanischen Grenze. Mit den Elefanten klappt die Kommunikation besser als mit den Menschen. Die tiefen dunklen Augen. Die Blicke. Düster, traurig, wissend, passend zur Stimmung. Als würden sie alles verstehen. Weise. Vor allem enttäuscht. Als Mensch liest man viel hinein in die Blicke, ahnt Ironie, Neugier, Tiefsinn, wo nur große Augen sind.</p>
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																			<div class="aesop-stacked-caption">Die Ladefläche dieses Lkw wird für 48 Stunden die Behausung für zwei Elefanten und unsere Autoren.</div>
																	</div>
								<style>#aesop-stacked-img-3947{background-image: url(https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/02/Elefantenpolo-Titel-Lastwagen.jpg);}  @media screen and (min-width:768px){#aesop-stacked-img-3947{background-image: url(https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/02/Elefantenpolo-Titel-Lastwagen-1250x703.jpg);}}   @media screen and (min-width:1200px){#aesop-stacked-img-3947{background-image: url(https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2015/02/Elefantenpolo-Titel-Lastwagen.jpg);}}  </style></div>
<p style="text-align: justify;">Der Truck, eine alte, klapprige Karre, Marke Hino, Viertonner, ist da. Unser Zeltgenosse Mr. Mu sucht Suwanlau, die größte der Elefantinnen. Er findet sie schnell, hakt ihr den Takor, die gefährlich aussehende Eisenharke ans Ohr, mit der die Tiere angetrieben und gelenkt werden. Er zieht daran. Redet mit ihr. Alles problemlos, alles schnell. Suwanlau ahnt vielleicht: es geht heim. Sie zögert kurz, geht aber allein auf den Wagen, der vom Damm der Piste nach unten gefahren wurde, damit sein Heck fast auf Höhe des Weges ist.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Neon im Norden</h2>
<p style="text-align: justify;">Mit Suwanlau kommt noch Mulrat, etwas kleiner, auf den Truck, dann das blaue Moped von Mr. Lee. Dazu ein paar Taschen, ein Pappkarton mit Kleidern, der am Ende der Reise wegen der Feuchtigkeit zerfällt. Auch ich und noch einige andere Leute nehmen auf der Ladefläche Platz.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Elefantenladen im Dunkeln dauert keine zehn Minuten. Abfahrt. Zuerst nach Norden, nach Bangkok, auf der Schnellstraße, vorbei an Neon, Neon, Neon, im Regen, alle Farben, schrille Spiegelungen auf der nassen Fahrbahn, schnelle gelbe, rote, schrillblaue Eindrücke, Reflektionen, Huschen, Surreales, Schillern, ein Rausch. Wir fahren schätzungsweise 40 bis 60 Stundenkilometer, überholen viele. Durch die Lattenroste der Seitenverkleidung sind Dörfer zu sehen, Städte, wenige Autos, viele Mofas. Tempo. Prasop hat gesagt, es komme auf die Geschwindigkeit an. Elefanten mögen es nicht wirklich auf dem Truck. Nachts muss gefahren werden, weil die Sonne sie zum saufen zwingen würde. Gut, dass es regnet. „Schlecht für dich, gut für die Elefanten.“</p>
<h2 style="text-align: justify;">Die lange Reise der Polofanten</h2>
<div><iframe src="https://a.tiles.mapbox.com/v4/siehdiewelt.l5ljk06g/attribution,zoompan,zoomwheel,geocoder,share.html?access_token=pk.eyJ1Ijoic2llaGRpZXdlbHQiLCJhIjoicGRUbVFEVSJ9.1adoKosuPNXiwdVrrInWZQ" width="100%" height="400px" frameborder="0"></iframe></div>
<p style="text-align: justify;">Suwanlau, die links steht, hat Durchfall. Mulrat dagegen lässt nur alle zwei, drei Stunden, drei, vier fußballgrosse Dungknödel plumpsen. Suwanlau aber ständig. Ihre sind giftig grün und matschig. Mulrats braun. Suwanlau ist unruhig, trippelt viel mehr, Mulrat steht oft ganz still. Ich sitze einen Meter hinter Suwanlaus faltigem Hintern. Wenn sie mit dem langen Schwanz wackelt, trifft sie mich manchmal mit den harten Borsten. Stört sie nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Immer wieder mal reiben sie sich den halbtrockenen Schlamm von den Schädeln und den vorderen Rücken mit den Rüsseln ab. Der Fahrwind schleudert die Brocken nach hinten. Sie stechen im Gesicht. Der Laster rattert, quietscht, hat schlechte Federungen, selbst die Schnellstraßen sind uneben, ab und zu tut es richtig weh. Stehen kann man nicht immer. Jeder fällt zwei-, dreimal hin. Es riecht anfangs nach Diesel, später nach Urin und Scheiße. Die Elefanten stehen mit dem Kopf zum Fahrerhaus. Wir Menschen sind hinter ihnen, hinter uns das blaue Moped.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Überall Dung</h2>
<p style="text-align: justify;">Je länger die Fahrt dauert, desto häufiger trippelt Suwanlau. Manchmal reiben sich die beiden Elefanten aneinander, der Truck schwankt dann leicht. Stark, wenn sie sich an den Seitenwänden reiben, was sie am zweiten Tag oft machen, aber immer nur, wenn der Truck steht. Jedes Mal wenn Suwanlau den Schwanz anhebt, schreit jemand eine Warnung. Alle werfen sich nach hinten. Die Waden tun mir weh vom Dauerkauern in der Hocke. Zweimal hab ich Krämpfe. Weil überall Dung ist, kann man nirgends sitzen. Hunger.</p>
<p style="text-align: justify;">Gegen Mittag halten wir, essen an der Straße, Schweinefleisch, eigentlich Schweinefett, nur zu ertragen, weil es stark gewürzt ist. Wringe mein Hemd aus, krahme die Geldscheine aus der Tasche, sie sind völlig durchnässt, nur noch Papiermatsch. Kein Zahlungsmittel mehr. Das Geld in meinem kleinen Rucksack ist feucht, aber noch Geld. Die Salalis und die Frauen kommen nicht zum Essen. Mr. Lee schüttelt den Kopf. Der Lastwagenfahrer sagt: No, no. Weiter. Hinten auf dem Laster will niemand die in Bananenblätter eingewickelten süßen Teigstückchen, die ich mitbringe, essen. Peinliche Situation. Wahres Leben.</p>
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                 data-title="Endlich in den Wald"
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                                    <h2 class="aesop-cover-title" itemprop="title">
                        <span>Endlich in den Wald</span>

                                                    <small>Kapitel 3</small>
                                            </h2>
                
                
            </div>

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            </div>
            
</p>
<p style="text-align: justify;">Die Fart geht weiter, unerbittlich: die Elefanten produzieren Dung. Der Mann neben mir, Wahid, macht daraus eine Barriere, damit der Elefantenurin nicht zu uns fließt. Es regnet stark, und nach neun Stunden steht das Urinwasser so hoch im Truck dass es über die wadenhohe Barriere spült. Wahid flucht nicht. Ich schon. Wir spannen eine Plastikplane über den hinteren Teil der Ladefläche. An den Rändern der Plane läuft Wasser herab. In ihrer Mitte sammelt sich Wasser, beult sie aus. Eine Stunde später ist es zu schwer, läuft vorne, nahe der Elefanten, runter. Die Schnur der Plane kann die Wassermasse nicht mehr halten. Mein Sitznachbar Sunga rammt mit dem Takor ein Loch in die Plane. Wir haben einen Wasserfall im Truck, in der Mitte des Menschenteils.</p>
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                                Mitpassagier Wahid hat aus dem Elefantendung eine Barriere gebaut, um den Urin der Tiere fernzuhalten.
                            </figcaption>

                            

                        
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<p style="text-align: justify;">Einmal schlafe ich kurz, auf dem Moped sitzend, Sunga hinter mir, Rücken an Rücken. Wir halten. Durch die Lattenroste der linken Seite schimmert ein Tankstellenschild. Will runter, da fährt der Laster wieder an. Hänge draußen. Kann zurückschwingen über die Klappe. Pinkeln ist ein seltsamer Vorgang. Zwischen die Holzlatten der Lastwagenwand muss ich während der Fahrt den Penis raushängen. Wie die Frauen das hier machen? Keine Ahnung. Nach knapp 48 Stunden auf der Straße mit einer Pause und zwei Minutenstopps bin ich mir sicher, die müssen einfach nicht während der Fahrt. Stopp an der Grenze der Provinz Surin. Mr. Lee geht mit Papieren zur Bude des Veterinäramts an der Straße, holt die Stempel. Kurz hört es auf zu regnen. Die Elefanten reiben sich an den Seitenwänden, bei jeder roten Ampel, der Wagen wackelt. In einem Ort namens Kamoohindact schießen die Rüssel hoch und schnappen sich Äste von Bäumen am Straßenrand. Holz knackt, der Baum wackelt, ein Ast fällt auf die Plane, mehr Wasser.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Endlich da</h2>
<p style="text-align: justify;">Am späten Morgen sind wir endlich da: in Surin. Fahren über mehrere Brücken, Mr. Lee dreht vorne das Autoradio so laut auf, dass hinten der chinesische Song zu hören ist und Mr. Lees Klatschen. Er freut sich auf sein Dorf. Krapo Tatum hat vielleicht 200 Einwohner. Wir sind da. Die Elefanten springen fast vom Truck, trotten zu den Bäumen. Sie sind happy, machen Krach wie Diesellaster, lassen Äste knacken.</p>
<p style="text-align: justify;">Zuhause bei Mr. Lee, seiner Frau, dem Teenager-Sohn, der nicht ein Wort sagt, dem kleinen Sohn, der nicht lacht. Essen auf dem Boden, schlafen auf dem Boden. Mr. Lee genießt es. Alle Leute des Dorfes kommen vorbei, schauen uns an wie was Besonderes, fragen „back of truck, back of truck?“ Wir sind Helden. Am frühen Abend sammeln sich viele im Matsch auf den flachen Holzgerüsten, reden, trinken Bier. Selbst Mr. Lee nimmt ein paar Schluck. Wir sind Hollywood, Entertainment. Geduscht wird mit einer Schöpfkelle hinterm Haus. Am Abend ziehen Frauen mit Wasserbüffeln und Kühen durch die Matschwege des Dorfes. Wenn es dunkel wird, ist Schluss, dann geht man schlafen in Krapo Tatum oder aber, man versammelt sich vor Mr. Lees Haus im Dunkeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Mr. Lee muss einer der Reichen hier sein, er hat einen Pick-up, den einzigen. Er setzt, sobald er daheim ist, seine schicke Sonnenbrille auf. Führt mich zum Markt, wo ich für zwei Euro eine Hose, ein T-Shirt und ein Paar Flip-Flops kaufe. Hose, Schuhe, T-Shirt aus dem Truck werfe ich weg. Ich hatte einfach keine Ausrüstung für diese Geschichte, für das wirkliche Leben.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Wald und Karaoke</h2>
<p style="text-align: justify;">Mehr Trucks kommen an, immer mit zwei Elefanten hinten drauf. Die hauen sofort ab in die Wälder. Haben sich schon in Hua Hin kaum für Menschen interessiert, hier, in der Heimat, gar nicht mehr. Wir werden Mr. Lees Vater vorgestellt in Ban Sala, einem Nachbarort. Besuchen orange gekleidete Mönche in Ban Kha Po. Mr. Lee führt uns ins Restaurant am Fluss. Fisch, scharf, Bier, Karaoke. Mr. Chen singt mit viel Gefühl, in der richtigen Stimmlage, im Takt. Mr. Jam eher nicht so. Mr. Lee, würdevoll, gar nicht. Mr. Jam kann ein bisschen Englisch, erklärt, dass ich dran bin. Im Katalog ist ein Lied mit englischem Titel, „Money, Money“. Das wird es. Ist aber leider nicht von Abba. Immerhin wird der Text auf englisch und thailändisch über den Fernsehschirm gejagt. Ich rappe den Song. Danach ist sofort Schluss mit Karaoke. Keiner sagt ein Wort.</p>
<p style="text-align: justify;">Von Mr. Chen lerne ich, dass man für einen alten Elefanten etwa 2.000 Euro zahlen muss, für ein Baby das Doppelte, es wird ja länger leben. Der Besitzer eines männlichen Elefanten bekommt 200 Euro, für einmal „Pam, Pam“, sagt Mr. Chen. Er klatscht mehrmals in die Hände. 200 Euro aber nur, wenn ein Baby geboren wird. Elefanten werden bis zu 80 Jahre alt, wenn ich die Finger und Hände richtig gezählt habe, ab 15 Jahren „Pam, Pam“. Mr. Chen will, dass Marcus Elefantenpampam fotografiert. Zwei Nächte muss er in den Wald. Vergeblich.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Das wahre Leben</h2>
<p style="text-align: justify;">Am letzten Abend suche ich Suwanlau und Mulrat. Die große Suwanlau erkenne ich, sie mich aber nicht. Oder aber ich langweile sie. Mulrat entdecke ich nicht, sie ist so groß wie einige andere, für mich nicht mehr definierbar. Ein paar kleine Elefanten schauen mich neugierig an. Ab und zu sehe ich auch älteren in die Augen. Wieder dieser wissende, traurige Blick. Nach einer Woche bringt uns Mr. Lee im Pick-up dreißig Kilometer nach Surin zum Bus nach Bangkok. Zu zwölf Stunden Fahrt, mit Klimaanlage, ohne Elefanten. Das Abschiedsessen auf dem Markt: gehackte Hühnerleber, roh. Als wir in den Bus steigen, umarmt uns Mr. Lee. Sieht traurig aus. Sagt: „Come back, come back.“</p>
<p style="text-align: justify;">In Bangkok: Telefonat nach Lampang. Obermahout Prasop sagt, er komme am Wochenende, wir sollen uns unbedingt treffen. Am Sonntag in einer Bar. So geschieht es. Er lacht viel, freut sich und fragt viel. Ich höre raus: er kennt Surin kaum, aber stamme selbst vom Land, das Leben dort ahnt er. Fragt nach Details wie Dusche, Essen, dem Markt, will wissen, ob wir während der Fahrt geschlafen haben. Einmal, ich hab ihm vom Dammbruch auf dem Truck erzählt, lächelt er, sagt “Shitkeeper”. Sagt, nein, er habe das nicht als Schock-Therapie gedacht, nichts bewirken wollen. Sagt aber mehrmals: “Das ist wahres Leben. Kein Spiel. Wahrheit.”</p>
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<p></p>
<h5 style="text-align: center !important;">Wie Christian zum Elefantenpolo kam, erfährst Du im</h5>
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</a></p>
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		<title>&#8222;Überall auf dem Boden war Blut&#8220;</title>
		<link>https://www.weltseher.de/ueberall-auf-dem-boden-war-blut/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Huth]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2014 00:01:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Namibia]]></category>
		<category><![CDATA[Boxen]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Mescoli]]></category>
		<category><![CDATA[Mujandjae Kasuto]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Mittelgewichtsboxer Mujandjae Kasuto gilt als Namibias größte Medaillenhoffnung seit dem Sprinter Frankie Fredericks. Unser Autor Felix Mescoli hat ihn in seiner Küche in einem Windhoeker Armenviertel besucht.<p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.weltseher.de/ueberall-auf-dem-boden-war-blut/"><i class="icon-right-dir"></i></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Der Mittelgewichtsboxer Mujandjae Kasuto gilt als Namibias größte Medaillenhoffnung seit dem Sprinter Frankie Fredericks. Unser Autor Felix Mescoli hat ihn in seiner Küche in einem Windhoeker Armenviertel besucht.<br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es riecht nach Schweiß! Mujandjae Kasuto ist gerade dabei, in einer grünen Plastikschüssel seine Trainingsklamotten zu waschen. Wie in Zeitlupe bewegt er die triefenden Jerseys in den blau-rot-grünen Landesfarben Namibias auf und nieder. Kasuto ist müde. Der 26-Jährige hat heute schon zwei aufreibende Übungseinheiten hinter sich. So kurz vor den Olympischen Spielen in London trainiert der Amateurboxer besonders hart. Durchs winzige Küchenfenster fallen die letzten Strahlen der Abendsonne. Es ist eng in der Einzimmerwohnung, die der Sportler mit Frau – sie ist Lehrerin – und Kind im ehemaligen Windhoeker Township Katutura bewohnt.</p>
<p style="text-align: justify;">In seine Trainingseinrichtung, eine heruntergekommene ehemalige Lagerhalle mit eingeworfenen Fensterscheiben, wollte mich die Armee nicht hineinlassen. Kasuto ist Angehöriger der Streitkräfte – fast die einzige Möglichkeit für Namibias ambitionierte Sportler an Geld zu kommen. Eine Nachwuchsförderung durch die Verbände gibt es nur selten. Und Kasutos Vorgesetzte haben eigenwillige Vorstellungen, was die Zugänglichkeit ihrer Athleten für die Öffentlichkeit angeht. Auch dieses Treffen in seiner Wohnung kommt erst nach mehreren Telefonaten und einem Besuch beim nationalen Boxverband (NBF) zustande.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Im südlichen Afrika alles gewonnen</h2>
<p style="text-align: justify;">In der Küche, die auch als Wohzimmer dient, steht ein Fernsher, der Bildschirm hat einen Sprung. „Den hat mein zweijähriger Sohn mit einer meiner Medaillen eingeworfen“, sagt Kasuto breit grinsend und rückt dem Gast einen Plastikschemel zurecht. An der Wand hängen dutzende Trophäen. Auf nationaler Ebene und in der Wettkampfzone 6, dem südlichen Afrika, hat der Mittelgewichtler (bis 75 Kilo) alles gewonnen.</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt allerdings lasten auf seinen muskulösen Schultern die verbliebenen Medaillenhoffnungen des NBF für die Olympischen Spiele in London. Das fünfköpfige Team von Trainer Ali Muumbembi war nach einem Trainingsaufenthalt in Kuba mit reichlich Vorschusslohrbeeren zur Olympiaqualifikation in die marokanischen Metropole Casablanca gereist. Doch dann musste der Coach, selbst ein ehemaliger Commonwealth-Champion im Weltergewicht, mitansehen, wie seine Boxer der Reihe nach unterlagen: Mannschaftskapitän und Namibias größte Olympia-Hoffnung Jafet Uutoni wurde bereits im Auftaktkampf vom Ägypter Ramy El-Awadi in der ersten Runde ausgeknockt. Teamkollege Simon Johannes schied gar kampflos aus. Er hatte seinen Fight im Hotel verschlafen. Die mitgereisten Offiziellen hatten versäumt, ihrem Schützling die korrekte Anfangszeit zu nennen.</p>
<p style="text-align: justify;"><div class="cycloneslider cycloneslider-template-thumbnails cycloneslider-width-responsive" id="cycloneslider-2729-1" style="max-width:1150px" ><div class="cycloneslider-slides cycle-slideshow"	data-cycle-allow-wrap="true" data-cycle-dynamic-height="off" data-cycle-auto-height="1150:647" data-cycle-auto-height-easing="null" data-cycle-auto-height-speed="250" data-cycle-delay="0" data-cycle-easing="" data-cycle-fx="fade" data-cycle-hide-non-active="true" data-cycle-log="false" data-cycle-next="#cycloneslider-2729-1 .cycloneslider-next" data-cycle-pager="#cycloneslider-2729-1 .cycloneslider-pager" data-cycle-pause-on-hover="true" data-cycle-prev="#cycloneslider-2729-1 .cycloneslider-prev" data-cycle-slides="&gt; div" data-cycle-speed="1000" data-cycle-swipe="false" data-cycle-tile-count="7" data-cycle-tile-delay="100" data-cycle-tile-vertical="true" data-cycle-timeout="40000"	> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/11/Kasuto-Titel-1.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Kasuto (links) gegen Sobirdzhon Nazarov aus Tadschikistan bei den Olympischen Spielen 2012 in London. © Caroline Quinn, Boxing AIBA</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/11/Mujandjae-Kasuto-4.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Caroline Quinn, Boxing AIBA</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/11/Mujandjae-Kasuto-2.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Caroline Quinn, Boxing AIBA</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/11/Mujandjae-Kasuto-3.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Caroline Quinn, Boxing AIBA</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/11/Mujandjae-Kasuto-5.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Am Ende dieses Kampfes.... © Caroline Quinn, Boxing AIBA</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/11/Mujandjae-Kasuto-1.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">... siegt Kasuko knapp nach Punkten. Trotzdem wird Kasuto am Ende der Spiele ohne Medaille nach hause fahren. © Caroline Quinn, Boxing AIBA</div> </div> </div> </div><div class="cycloneslider-prev"></div><div class="cycloneslider-next"></div></div><div id="cycloneslider-2729-1-pager" class="cycloneslider-template-thumbnails cycloneslider-thumbnails"	style="max-width:1150px" ><ul class="clearfix"> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/11/Kasuto-Titel-1-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/11/Mujandjae-Kasuto-4-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/11/Mujandjae-Kasuto-2-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/11/Mujandjae-Kasuto-3-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/11/Mujandjae-Kasuto-5-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/11/Mujandjae-Kasuto-1-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> </ul></div>
<h2 style="text-align: justify;">Katastrophe für den Sonnenstaat</h2>
<p style="text-align: justify;">Schon drohte der erste Olympische Boxwettbewerb ohne namibische Teilnahme seit der Unabhängigkeit von Südafrika 1990. Eine Katastrophe für den stolzen Sonnenstaat, dessen sportliche Aussenbilanz, abgesehen von Wundersprinter Frankie Fredericks, der in den 90er Jahren die bisher einzigen olympischen Medaillen für sein Heimatland gewann, eher bescheiden ausfällt.</p>
<p style="text-align: justify;">„Wir waren top vorbereitet und voller Zuversicht. Aber plötzlich stand ich alleine da“, berichtet Kasuto in seiner Küche. „Ich habe mir gedacht: Mein Freund Uutoni ist ausgeschieden, meine Kameraden auch, es muss was passieren. Dann haben wir alle gemeinsam gebetet. Die anderen sagten, Du bist unsere letzte Hoffnung, der Trainer sagte: Du bist unsere letzte Hoffnung.“</p>
<h2 style="text-align: justify;">Glocke &#8211; Bing! Tam Tam Tam!</h2>
<p style="text-align: justify;">So gestärkt stürzte sich Kasuto in die Schlacht gegen den Tunesier Hassan Chagtemi. „Das war Krieg“, erzählt der 1,78 Meter große Kämpfer und schüttelt sich schaudernd. „Mein Plan war, das einfach nur durchzustehen. Nach jedem Gong bin ich in die Ecke. Wie steht es? 5:2. Dann die Glocke: Bing! Und ich drauf: Tam Tam Tam!“ Kasuto redet sich in Rage, springt auf und führt eine blitzschnelle Links-Rechts-Kombination aus.</p>
<p style="text-align: justify;">„Dann wieder die Glocke: Bing! 10:9. Bing. Pam Papam! Die anderen schrien, Kasuto, Kasuto, Kasuto! Ich dachte, wenn ich nicht gewinne, mache ich die Computer der Kampfricher platt.“ Der Kampf endete 15:14 zugunsten des Namibiers. Es war verdammt knapp.</p>
<p style="text-align: justify;">Kasuto hat sich durchgeschlagen, mit dem Herz eines Löwen und der Beweglichkeit und Eleganz einer Gazelle. Beobachtet man ihn beim Training mit anderen Boxern, werden die Qualitätsunterschiede deutlich. Seit 20 Jahren betreibt der Junge aus dem Township den Boxsport. „Ein Nachbar hat mich 1992 mit ins Gym genommen“, erzählt er. Er war damals sechs Jahre alt. „Mann, überall auf dem Boden war Blut, da habe ich Angst bekommen und bin weggerannt.“</p>
<h2 style="text-align: justify;">&#8222;Die haue ich weg&#8220;</h2>
<p style="text-align: justify;">Aber schon nach ein paar Wochen zog es den Jungen zurück. „Da waren diesmal noch andere Kinder und ich sagte, gebt mir ein paar Handschuhe, die haue ich weg.“</p>
<p style="text-align: justify;">Auf seinen Premierenkampf musste der Heißsporn allerdings noch vier Jahre warten. Mit zehn stieg er erstmals offiziell in den Ring, im Wüstennest Aranos am Rande der Kalahari. „Meinem Gegner habe ich gleich die Nase blutig gehauen. Ich war stark und mein Motto war: Keiner kann mich schlagen.“</p>
<p style="text-align: justify;">Weil der junge Kasuto auch in der Schule diesem Wahlspruch folgte, flog er raus.  Nur dank der Fürsprache seiner Eltern wurde der Raufbold wieder aufgenommen, mit der Maßgabe, die Fäuste künftig unten zu lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Seinen ersten Titel holte Kasuto im Jahr 2003. Die Jugendmeisterschaft in Rundu an der Grenze zum Nachbarstaat Angola. Nicht nur deshalb ein denkwürdiger Kampf: „Mann, der Typ ging zu Boden und hörte auf zu atmen. Dann kam der Doktor und spritzte ihm etwas Wasser ins Gesicht, da ist er wieder aufgewacht. Gott sei Dank!“</p>
<h2 style="text-align: justify;">Stolz in Peking</h2>
<p style="text-align: justify;">Weitere Highlights auf Kasutos langer Liste von Erfolgen: die Afrikameisterschaft 2007 und die Olympischen Spiele in Peking. Da schied der damalige Weltergewichtler (bis 69 Kilo) zwar schon im ersten Kampf gegen den Russen Andrey Balanov aus. Trotzdem hegt er positive Erinnerungen an die Spiele: „Damals waren wir sogar 11 Athleten, Uutoni trug die Flagge bei der Eröffnungsfeier. Es war wunderschön.“ Nach London werden immerhin neun namibische Sportler fahren.</p>
<p style="text-align: justify;">Zurück zur jüngsten Vergangenheit: Er, Kasuto, hatte also die Olympiateilnahme des Box-Teams in London durch seinen Sieg in Marokko gesichert. Im Halbfinale gegen den Algerier Abdelmalek Rahou hätte er es also ruhig angehen lassen können. Doch das kam nicht infrage, der Namibier hatte Blut geleckt. „Wenn der Punkte von mir will, soll er sie sich holen, dachte ich mir und hab ihn kommen lassen.“ Wieder springt er auf, die Fäuste sausen durch die stickige Küchenluft.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Gold oder Nichts</h2>
<p style="text-align: justify;">Am Ende behielt der Schwarzafrikaner mit 12:11 die Oberhand. Silbermedaille. Der Sieg im Finalkampf allerdings ging mit 10:2 überlegen an den Lokalmatador Badr-Eddine Haddioui. „Ich habe ihn gewinnen lassen“, behauptet Kasuto. „Mein Ziel ins Finale zu kommen, hatte ich erreicht. Warum etwas riskieren?“</p>
<p style="text-align: justify;">Und was sind seine Ziele für Olympia in London? „Dazu sage ich nichts. Wenn ich in der ersten Runde rausfliege heißt es sonst, ich hätte was versprochen.“ Sein Lachen hallt bis auf den Hof. „Aber ich bin bereit. Es ist alles möglich. Von Nichts bis Gold.“ Dann wäre die Nation glücklich, und Kasuto-Junior hätte wieder was zum rumschmeißen. Pam, Papam, Tam Tam Tam, tänzelt Kasuto durch seine Küche.</p>
<h5 style="text-align: justify;"><em>Nachtrag: Kasuto errang in der Vorrunde einen knappen Sieg gegen den Tadschiken Sobirjon Nazarov. Verlor aber seinen zweiten Olympiakampf und schied im Achtelfinale gegen den Ungar Zoltán Harcsa aus. Bei den Commonwealth Games 2014 im schottischen Glasgow schied Kasuto ebenfalls im Achtelfinale aus. Er verlor gegen den späteren Silbermedalliengewinner Vijender Vijender aus Indien.</em></h5>
<p style="text-align: justify;"><div class="su-spacer" style="height:30px"></div>
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		<title>&#8222;Makai, Dude!&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Huth]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Oct 2014 06:57:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Bräuche]]></category>
		<category><![CDATA[Kalifornien]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Huth]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Surfen]]></category>
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					<description><![CDATA[In Kalifornien ist Surfen nicht nur Wassersport, sondern Kultur. Im Küstenort Oceanside gibt es dafür sogar ein Museum. Neben einem Hai-Gebiss und jeder Menge Brettern hütet das Haus ein ganz besonderes Exponat.<p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.weltseher.de/makai-dude/"><i class="icon-right-dir"></i></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>In Kalifornien ist Surfen nicht nur Wassersport, sondern Kultur. Im Küstenort Oceanside gibt es dafür sogar ein Museum. Neben einem Hai-Gebiss und jeder Menge Brettern hütet das Haus ein ganz besonderes Exponat.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Von der Küste vor San Francisco runter nach Los Angeles bis zur mexikanischen Grenze nach San Diego: In Rudeln lauern Surfer auf ihren Brettern und starren auf den Pazifik. Plötzlich: Tzzzschhh! Kurz vor dem zischenden Geräusch der brechenden Welle weiß jeder Surfer: Jetzt geht’s los. Aufstehen, Gleichgewicht halten und die Welle reiten wie ein Cowboy den Bullen.</p>
<p style="text-align: justify;">„Awesome, Dude!“, rufen sich die Wellenreiter am Ufer zu, egal ob langhaarig und durchtrainiert oder moppelig und kahlköpfig. Mit triefenden Surfbrett unterm Arm, die Haut durch jahrelange Sonnenbestrahlung ganz golden, kommen sie breit lächelnd und pitschnass aus dem Ozean getrottet. „Super, Kumpel!“ reicht hier als Übersetzung wohl nicht aus.</p>
<h2 style="text-align: left;">Die Hüterin des Surf-Erbes</h2>
<p style="text-align: justify;">Denn Surfen ist in Kalifornien nicht nur Wassersport. Es ist Lebensgefühl, Mentalität, ja sogar Teil des kulturellen Erbes. Das findet zumindest Jane Schmauss. Die Dame in der bunten Blümchenbluse ist hauptberufliche Hüterin dieses Erbes – als  Mitbegründerin und Historikerin des <a href="http://surfmuseum.org/" target="_blank">„California Surf Museums“</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Gebäude in der Küstenstadt Oceanside ist nicht größer als eine Fastfood-Filiale, hat ein wellenförmiges Dach und einen Metallsurfer als Logo an der Fassade. Innen stehen Surfbretter in allen Farben, hübsch ausgeleuchtet wie Skulpturen in einer Galerie. Dazu Erklärtafeln und historische Fotos von tollkühnen Männern und Frauen, Legenden der Surf-Geschichte.</p>
<p style="text-align: justify;"><div class="cycloneslider cycloneslider-template-thumbnails cycloneslider-width-responsive" id="cycloneslider-surfen-kalifornien-2" style="max-width:1150px" ><div class="cycloneslider-slides cycle-slideshow"	data-cycle-allow-wrap="true" data-cycle-dynamic-height="off" data-cycle-auto-height="1150:647" data-cycle-auto-height-easing="null" data-cycle-auto-height-speed="250" data-cycle-delay="0" data-cycle-easing="" data-cycle-fx="fade" data-cycle-hide-non-active="true" data-cycle-log="false" data-cycle-next="#cycloneslider-surfen-kalifornien-2 .cycloneslider-next" data-cycle-pager="#cycloneslider-surfen-kalifornien-2 .cycloneslider-pager" data-cycle-pause-on-hover="true" data-cycle-prev="#cycloneslider-surfen-kalifornien-2 .cycloneslider-prev" data-cycle-slides="&gt; div" data-cycle-speed="1000" data-cycle-swipe="false" data-cycle-tile-count="7" data-cycle-tile-delay="100" data-cycle-tile-vertical="true" data-cycle-timeout="40000000"	> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6965.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Surfer gehören in kalifornischen Küstenorten zum Alltagsbild. © Markus Huth</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_7808.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Kalifornien machte Surfen zu einer Industrie und das Image vom langhaarigen, gebräunten Wellenreiter zum weltweiten Exportschlager. © Markus Huth</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_7132.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Sogar Verkehrsschilder mit Surfern darauf gibt es. © Markus Huth</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6592.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Die Hüterin des kalifornischen Surf-Erbes: Jane Schmauss ist Historikerin am "California Surf Museum". © Markus Huth</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6746.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Im Museum sind historisch wichtige Surfbretter wie Skulpturen ausgestellt. © Markus Huth</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6775.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">In den Anfangstagen des Surfens waren die Bretter noch lang und schwer. © Markus Huth</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6789.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Moderne Surfbretter sind kürzer, spitzer, schneller und haben Steuerflossen am Boden. © Markus Huth</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6969.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Doch egal welches Brett: Nass wird jeder Surfer. © Markus Huth</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6651.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Auch das Gebiss eines Tigerhais bewahrt Schmauss im Museum auf. © Markus Huth</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6722.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Ein Hai hatte 2003 auch die 13-jährige Surferin Bethany Hamilton vor Hawaii attackiert und biss ihr den Arm ab. Hamilton schaffte es einarmig zur Profisurferin und ihr Unfallbrett steht heute im Museum. © Markus Huth</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6711.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Der Tigerhai biss ein großes Stück des Surfbretts heraus. © Markus Huth</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6984.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Auch vor Kalifornien gibt es Haie. Das Risiko einer Attacke ist aber gering. © Markus Huth</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_7055.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Die Liebe zu Wellen lässt Surfer einfach nicht los. © Markus Huth</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_7989.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Surfer sind Rudeltiere. © Markus Huth</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_5627.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Aber eine Welle kann immer nur ein Surfer reiten. © Markus Huth</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_8048.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Der Begründer des modernen Surfens: In der "Surf City" Huntington Beach haben sie Duke Kahanamoku ein Denkmal errichtet. © Markus Huth</div> </div> </div> </div><div class="cycloneslider-prev"></div><div class="cycloneslider-next"></div></div><div id="cycloneslider-surfen-kalifornien-2-pager" class="cycloneslider-template-thumbnails cycloneslider-thumbnails"	style="max-width:1150px" ><ul class="clearfix"> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6965-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_7808-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_7132-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6592-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6746-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6775-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6789-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6969-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6651-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6722-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6711-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_6984-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_7055-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_7989-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_5627-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_8048-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> </ul></div>
<h2 style="text-align: left;">Museum platzt aus allen Brettern</h2>
<p style="text-align: justify;">„Surfen hat die kalifornische Identität mitgeprägt“, behauptet die Historikerin. Statt zwischen Bücherregalen, steht ihr Schreibtisch zwischen Surfbrettern. Langen und kurzen, bunten und schmucklosen, spitzen und abgerundeten. Über 300 Bretter befinden sich im Museum, einige in den Ausstellungen, die meisten im Lagerraum. Das Museum platze inzwischen aus allen Nähten, sagt Schmauss. Was vor fast 30 Jahren als Freundschafts-Projekt von ein paar Surf-Liebhabern begann, ziehe heute immer mehr Besucher an. Weit über 500.000 Menschen hätten das kleine Museum seitdem besucht.</p>
<p style="text-align: justify;">Als Schmauss, damals noch Restaurant-Besitzerin, und ihre Freunde 1986 anfingen, ein paar alte Bretter in ihrem Lokal auszustellen, war die Erinnerung an die Anfänge der kalifornischen Surfwelt noch präsent. „Geld spielte für die ersten Surfer keine Rolle. Wir wollten die Erinnerung dieser Pionierphase für die nachfolgenden Generationen bewahren&#8220;, sagt Schmauss. Denn heute ist Surfen zu einer milliardenschweren Industrie geworden.</p>
<h2 style="text-align: left;">Teures Brett</h2>
<p style="text-align: justify;">Es gibt Wettkämpfe, Werbung, vermarktbare Stars und Mode. Bretter für jede Wellen- und Wetterlage werden industriell gefertigt und weltweit verkauft, genauso wie Neoprenanzüge. Experten-Schätzungen zufolge surfen in den USA um die zwei Millionen Menschen, weltweit könnten es über 20 Millionen sein. „Es ist ein riesiger Markt geworden“, sagt Schmauss. Und einige Museums-Exponate, die die Vorbesitzer damals auf den Müll werfen wollten, sind heute viel Geld wert.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Beispiel das von Kratzern und Rillen durchfurchte Brett am Beginn der Ausstellung „Eine kurze Geschichte der Surfbretter“. Das drei Meter lange Teil aus Mammutbaumholz sieht aus wie ein gigantisches Bügelbrett. Nahe der Spitze ist das Wort „Makai“ eingraviert. „Das ist Hawaiianisch und bedeutet: Zum Meer“, erklärt Schmauss und fügt hinzu: „Falls es authentisch ist, ist es heute über 15.000 Dollar wert.“</p>
<h2 style="text-align: left;">Der Vater des modernen Surfens</h2>
<p style="text-align: justify;">Grund für den stolzen Preis ist der Mann auf dem Schwarzweiß-Foto daneben: Mit nacktem Oberkörper und altmodischen Badehosen bis unter die durchtrainierte Brust lächelt er in die Kamera :„Duke Kahanamoku – Der Vater des modernen Surfens“, steht über dem Foto. Der 1890 in Honolulu geborene Surfvater, sagt Schmauss, sei mit hoher Wahrscheinlichkeit der Schöpfer des Bretts. Gesichert ist es aber nicht, da er es leider nicht signiert hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Als Kahanamoku surfte, waren die Bretter viel länger und schwerer als die heutigen. Perfekt für gemächliche Langstrecken-Wellenritte, wie der Besucher im Surf-Museum erfährt. Auch dass das Surfen eine jahrhundertelange Tradition in Polynesien hat. Nach Kalifornien kam der Sport vor ziemlich genau 100 Jahren.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Juni 1914 heuerte ein Hawaiianer als Rettungsschwimmer im benachbarten Touristenörtchen Huntington Beach an. Im Gepäck hatte er ein zweieinhalb Meter langes Brett, womit er unter den staunenden Augen von Passanten auf den Wellen herumritt. Sogar die Lokalzeitung berichtete am nächsten Tag. Der Mann hatte bald Schüler und Kalifornien wurde die Wellenreiter nicht mehr los.</p>
<h2 style="text-align: left;">Die tragische &#8222;Mona-Lisa&#8220;</h2>
<p style="text-align: justify;">In allen kalifornischen Küstenorten sind sie inzwischen Teil des Alltags. Surfen wird in der Schule unterrichtet, Wettkämpfe ziehen tausende Zuschauer an die Strände und es gibt sogar Verkehrsschilder mit Surfern darauf. In Huntington Beach, genannt „Surf City“, steht heute eine Statue von Duke Kahanamoku. Und es gibt auch hier ein Surf-Museum. „Aber wir sind älter“, insistiert Jane Schmauss schroff und geht zügig zum nächsten Exponat: „Unsere Mona-Lisa.“ Die lächelt allerdings nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Stattdessen scheint das Exponat, ein weiß-rotes-blaues Surfbrett, das Maul aufzureißen wie ein angreifender Hai. Tatsächlich hat ein Tigerhai ein Stück herausgebissen – und den Arm der darauf liegenden Surferin gleich mit. Das Schicksal der 13-jährigen US-Amerikanerin Bethany Hamilton hatte 2003 in der Szene für Aufsehen gesorgt.</p>
<h2 style="text-align: left;">&#8222;Surfer sind Kämpfer&#8220;</h2>
<p style="text-align: justify;">Auf dem besten Weg zur Profisurferin verlor sie bei einem Haiangriff vor Hawaii fast ihr Leben und schließlich den linken Arm. Dann passierte das Unglaubliche. Keine drei Wochen später stand das blonde Mädchen wieder auf einem Surfbrett. Auch einarmig schaffte Hamilton es zur Profisurferin, gewann zahlreiche Wettkämpfe und ist heute eine gefragte Motivationsrednerin.</p>
<p style="text-align: justify;">„Surfer sind eben Kämpfer“, sagt Schmauss. Dem Hai dürfe man indes nicht böse sein. „Der hatte sie wahrscheinlich mit einer Meeresschildkröte verwechselt.“ Was auch immer die Absichten des Hais gewesen sein mögen: Das Surfbrett wollte Hamilton wegen der bösen Erinnerung nicht mehr in ihrer Nähe haben und hat es dem Museum geliehen. Und das, sagt Schmauss, obwohl ihr andere viel Geld dafür geboten hätten. Aber sie habe mit der Tragödie keinen Profit machen wollen.</p>
<h2 style="text-align: left;">Surfer leben gefährlich</h2>
<p style="text-align: justify;">Aus ihrem Arbeitszimmer holt die Surf-Historikerin ein Tigerhai-Gebiss und hantiert damit herum. „Fühlen Sie mal diese scharfen Zähne!“ Mit dem Ding erschrecke sie oft Kinder, erzählt sie, damit die im Ozean gut aufpassen. Denn auch vor Kalifornien gibt es Haie. Und manchmal auch stürmische See.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Einklang mit der Natur leben, das Hier und Jetzt genießen, weil es vielleicht kein Morgen gibt – das sei die Mentalität von Surfern. „Deshalb lassen manche die Arbeit auch mal liegen, wenn die Wellen gerade gut sind“, fügt Schmauss grinsend hinzu. Das Wort „faul“ käme ihr nie über die Lippen.</p>
<h2 style="text-align: left;">Gefährlicher Lieblingstrick</h2>
<p style="text-align: justify;">Derweil lauern draußen am Pier von Oceanside, keine 500 Meter vom Surf-Museum entfernt, zwei Dutzend Wellenreiter auf die nächste Welle. Die Abendsonne legt goldene Farbtöne auf das Wasser, in dem sich die Köpfe als dunkle Pünktchen mit den Wellen auf und ab bewegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Mann mit blondem Bart, der aussieht wie ein tätowierter Wikinger, springt auf und gleitet schwungvoll zum Ufer. Kaum angekommen, schwimmt er samt Brett auch schon wieder &#8222;Makai&#8220; – zum Meer. Doch den Lieblingstrick des kalifornischen Publikums schafft heute keiner: Wenn es einem Surfer gelingt, zwischen den hölzernen Pfeilern des Piers hindurchzugleiten, schreien alle besonders laut: „Awesome, Dude!“</p>
<p style="text-align: justify;"><div class="cycloneslider cycloneslider-template-thumbnails cycloneslider-width-responsive" id="cycloneslider-surfen-kalifornien-zusatz-3" style="max-width:1150px" ><div class="cycloneslider-slides cycle-slideshow"	data-cycle-allow-wrap="true" data-cycle-dynamic-height="off" data-cycle-auto-height="1150:647" data-cycle-auto-height-easing="null" data-cycle-auto-height-speed="250" data-cycle-delay="0" data-cycle-easing="" data-cycle-fx="fade" data-cycle-hide-non-active="true" data-cycle-log="false" data-cycle-next="#cycloneslider-surfen-kalifornien-zusatz-3 .cycloneslider-next" data-cycle-pager="#cycloneslider-surfen-kalifornien-zusatz-3 .cycloneslider-pager" data-cycle-pause-on-hover="true" data-cycle-prev="#cycloneslider-surfen-kalifornien-zusatz-3 .cycloneslider-prev" data-cycle-slides="&gt; div" data-cycle-speed="1000" data-cycle-swipe="false" data-cycle-tile-count="7" data-cycle-tile-delay="100" data-cycle-tile-vertical="true" 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		<title>Einmal durch den Schlamm, bitte!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver Alegiani]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Oct 2014 22:41:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Marathon, Triathlon, Ironman: Es gibt zahlreiche Sportwettkämpfe in denen sich Männer wie Frauen selbst beweisen können wie ausdauernd, schnell und stark sie sind. „Tough Mudder“ will anders sein. Hier geht es nicht um Einzelkämpfer, sondern Teamarbeit. <p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.weltseher.de/tough-mudder-einmal-durch-den-schlamm-bitte/"><i class="icon-right-dir"></i></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Marathon, Triathlon, Ironman: Es gibt zahlreiche Sportwettkämpfe in denen sich Männer wie Frauen selbst beweisen können wie ausdauernd, schnell und stark sie sind. „Tough Mudder“ will anders sein. Hier geht es nicht um Einzelkämpfer, sondern Teamarbeit.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Stromkabel hängen wie ein Lianendickicht von oben herab. 10.000 Volt sollen durch die hellen Weidezaundrähte fließen. Es ist die letzte Hürde auf einem 18 Kilometer langen Hindernislauf. Nur wenige Meter trennen die Läufer an dieser Stelle noch vom Ziel. Gemeinsam rennen die „Drei Wetter Toughs“ hinein in die sogenannte „Electroshock Therapy“. Zwei schaffen es, einer fällt. Stromschläge knocken den 28-Jährigen für einen kurzen Moment aus und lassen ihn mit dem Gesicht im Schlamm wieder zu sich kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">An dieser Stelle gibt es berechtigte Fragen: Wieso machen drei junge Männer so etwas mit? Wieso nehmen sie an einem Rennen teil, bei dem es darum geht, freiwillig durch Schlamm zu kriechen, in Eiswasser zu tauchen und seinen Körper Stromschlägen auszusetzen?</p>
<p style="text-align: justify;">Alles begann zwei Monate zuvor, im August 2014. Im Internet stieß Philipp auf den Hindernislauf. In seinem Freundeskreis sucht er nach Mitstreitern. Nach diversen Absagen und Apellen an seinen geistigen Zustand, findet er zwei, die sich trauen. Daniel und Michael. Gemeinsam melden sie sich als das „Drei Wetter Tough“-Team an. Das Ziel ist bei den dreien das gleiche &#8211; den Parcours bewältigen – ins Ziel kommen. Da sie nicht in ein und derselben Stadt wohnen, bleibt ein gemeinsames Training aus.</p>
<p style="text-align: justify;"><div class="cycloneslider cycloneslider-template-thumbnails cycloneslider-width-responsive" id="cycloneslider-tough-mudder-bei-hamburg-4" style="max-width:1150px" ><div class="cycloneslider-slides cycle-slideshow"	data-cycle-allow-wrap="true" data-cycle-dynamic-height="off" data-cycle-auto-height="1150:647" data-cycle-auto-height-easing="null" data-cycle-auto-height-speed="250" data-cycle-delay="0" data-cycle-easing="" data-cycle-fx="fade" data-cycle-hide-non-active="true" data-cycle-log="false" data-cycle-next="#cycloneslider-tough-mudder-bei-hamburg-4 .cycloneslider-next" data-cycle-pager="#cycloneslider-tough-mudder-bei-hamburg-4 .cycloneslider-pager" data-cycle-pause-on-hover="true" data-cycle-prev="#cycloneslider-tough-mudder-bei-hamburg-4 .cycloneslider-prev" data-cycle-slides="&gt; div" data-cycle-speed="1000" data-cycle-swipe="false" data-cycle-tile-count="7" data-cycle-tile-delay="100" data-cycle-tile-vertical="true" data-cycle-timeout="12000"	> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_Eiswasser_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_schwur_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Die Teilnehmer beim Tough Mudder-Lauf in Basthorst, in der Nähe von Hamburg, sprechen vor dem Start den heiligen Schwur - das Tough-Mudder-Ehrenwort. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_kuscheln_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Nach dem Schwur gibt es noch einmal eine Umarmung und dann ... © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">... geht es auch schon los. 18 Kilometer Laufstrecke und 23 Hindernisse warten auf die Sportler. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_Eiswasser_auftauchen_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Philipp (r.), Daniel (l.) und Michael durchtauchen das mit Eiswürfeln gefüllte Becken. Die Temperatur liegt bei vier Grad. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_raus_Eiswasser_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Sichtlich durchgefroren steigen Philipp (v.) und Michael (h.) aus dem Eiswürfelbecken. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_matschdreijungs_ende_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">"Double Mud Mile": Philipp versucht geschickt mit Sprüngen, die schlammigen Gräben zu umgehen. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_matsch_jungs_2_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Es gelingt ihm aber nur zum Teil. Beim letzten Sprung landet er in der Grube und muss sich aus dem Modder rauskämpfen. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_matsch_5_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Ohne Hilfe ist es jedoch meistens fast unmöglich, sich allein aus dem Matsch zu befreien. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_ringe_jungs_schwung_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">"Hangin' Tough": An diesem Hindernis scheitern alle drei. Auch wenn Michael (an dem Ring) es fast geschafft hätte. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_ringe_wasser_jungs_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Ein Bad im Wasser unter den Ringen bleibt unausweichlich. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_ringe_frau_ausgang_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Nur wenige schaffen dieses Hindernis. Für die meisten Teilnehmer endet der Versuch im Wasser. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_strom_robben_typ_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">"Electric Eel": Die Drähte sind geladen und verpassen jedem, der sie berührt, einen Schlag. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_strom_robben_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Es ist schier unmöglich, ohne einen Stromschlag durch dieses Hindernis zu gelangen. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_3jungs_laufen_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Nach dem Eletric Eel liegen noch neun Kilometer und weitere elf Hindernisse vor Philipp (r.), Daniel (l.) und Michael (M.). © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_mount_sprinten_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Der "Everest": Nach fast 18 Kilometer laufen und 20 Hindernissen, gelangen die Teilnehmer an eine Quaterpipe. Mit einem kurzen Sprint ... © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_everest_1_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">... und der Hilfe von anderen "Muddern", ist diese Hürde zu schaffen. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_strom_therapy_schild_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">"Electroshock Therapy" ist das letzte Hindernis bei diesem Tough Mudder-Lauf. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_strom_therapy_trupp_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Bis zu 10.000 Volt sollen durch die Drähte fließen. Ein Stromschlag fühlt sich schlimmer an, als ein Schlag von einem Weidezaun. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_Stromtherapie_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Philipp versucht sich geschickt, durch die Drähte zu schlängeln. Es gelingt ihm nicht ganz. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_Ziel_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Philipp (M.), Daniel (l.) und Michael (r.) haben es geschafft. Direkt nach dem Ziel bekommen sie orange Stirnbänder verliehen. © Oliver Alegiani</div> </div> </div> </div><div class="cycloneslider-prev"></div><div class="cycloneslider-next"></div></div><div id="cycloneslider-tough-mudder-bei-hamburg-4-pager" class="cycloneslider-template-thumbnails cycloneslider-thumbnails"	style="max-width:1150px" ><ul class="clearfix"> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_Eiswasser_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_schwur_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_kuscheln_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_Eiswasser_auftauchen_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_raus_Eiswasser_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_matschdreijungs_ende_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_matsch_jungs_2_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_matsch_5_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_ringe_jungs_schwung_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_ringe_wasser_jungs_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_ringe_frau_ausgang_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_strom_robben_typ_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_strom_robben_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_3jungs_laufen_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_mount_sprinten_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_everest_1_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_strom_therapy_schild_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_strom_therapy_trupp_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_Stromtherapie_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_Ziel_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> </ul></div>
<h2 style="text-align: left;"><strong>Flo, der Einschreier</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Zwei Monate später stehen die drei gemeinsam mit etwa Hundert anderen Teilnehmern in Basthorst, in der Nähe von Hamburg, auf einem Feld und lassen sich von Flo, ihrem Einschreier, auf die bevorstehende Strecke einstimmen. Vorfreude, Aufregung und Nervosität machen sich in ihnen breit.</p>
<p style="text-align: justify;">Flo treibt die Meute an, zuerst kommen ein paar Aufwärmübungen: Kniebeugen, Liegestützen und auf der Stelle Laufen. Mit stadiontauglichen Sprechchören wie „when I say Tough, you say Mudder: Tough Mudder!“ heizt der Einschreier die Laune der Teilnehmer weiter an. Und immer wieder bläut Flo der Läufergemeinde ein: Bei Tough Mudder gehe es nicht um den Sieg und die beste Zeit. Das wichtigste sei die Teilnahme im Team und der Spaß.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach dieser großen Portion Motivation und Teamgeist muss das erste Hindernis, eine mannshohe Holzwand, überwunden werden – nur so zur Einstimmung und noch vor dem Startschuss.</p>
<h2 style="text-align: left;"><strong>Tough Mudder als Ersatzreligion</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Wer nun erwartet, dass als nächstes der Lauf beginnt, täuscht sich. Flo hüpft in seinem orang-schwarzen Outfit behände auf ein Podest aus Autoreifen und lässt die Teilnehmer im Startbereich niederknien. Die „Drei Wetter Toughs“, ebenfalls auf ihren Knien, sprechen gemeinsam mit dem Rest der Gemeinde den heiligen Schwur der Tough Mudder.</p>
<p style="text-align: justify;">Sie geloben, dass dies kein Rennen sei, sondern eine Herausforderung. Dass Teamgeist und Teamwork Vorrang vor der eigenen Streckenzeit haben. Dass sie nicht jammern werden, denn das sei etwas für Kinder. Zudem versprechen sie, ihren Mudder-Kollegen zu helfen und alle Ängste zu überwinden.</p>
<p style="text-align: justify;">Danach gibt es eine Runde Umarmen in der Gruppe. Die Teilnehmer schauen sich verstohlen um und kichern etwas verlegen. Mancher wischt sich noch die Hände ab, um sie von Schmutz zu säubern. Es scheint ihnen noch nicht so richtig klar zu sein, dass dieser Dreck in den nächsten dreieinhalb Stunden ihre geringste Sorge sein wird.</p>
<h2 style="text-align: left;"><strong>Der Sprung ins kalte Wasser </strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Das Wetter meint es gut mit den Läufern. Es ist zwar bewölkt, aber die Temperaturen sind angenehm für Mitte Oktober. Kein Regen und kaum Wind. Und dann kommt der große Moment: 11:20 Uhr – das Startsignal! Eingenebelt in orangen Rauch läuft die so eben eingeschworene Gemeinde los. Leichtfüßig begeben sie sich auf einen Parcours, der jeden Einzelnen an seine Grenzen treiben wird – aber noch haben sie ein Lächeln im Gesicht. So auch Philipp und seine beiden Freunde.</p>
<p style="text-align: justify;">Das erste Hindernis entpuppt sich als einfache Übung. Es geht über ein paar Heuballen hinweg. Doch schnell wird klar woher das Rennen seinen Namen hat: Das zweite Hindernis heißt „Kiss of Mud“. Der Name ist Programm. Die Teilnehmer müssen bäuchlings unter Stacheldraht durch Schlamm hindurch robben. Für die „Drei Wetter Toughs“ ist es eine leichte Übung. Einziger Nachteil: Nun sind sie durchnässt und mit Modder bedeckt. Es warten noch 21 weitere Hindernisse auf sie.</p>
<p style="text-align: justify;">Gemeinsam kommen Philipp, Daniel und Michael beim nächsten Hindernis an. Es ist 11:37 Uhr. Sie wussten, dass es an der dritten Station kalt werden würde. Hieß es doch im Vorfeld, dass im „Artic Enema“ vier Grad kaltes Wasser auf die Teilnehmer warten würde. Aber Philipp hatte seine Bedenken, ob es die Veranstalter wirklich schaffen würden, dass Wasser auf diese Temperatur abzukühlen. Doch sein erster Blick in das Becken lässt ihn erstaunen. Es ist gefüllt mit Eiswürfeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit den Füssen zuerst steigen die drei in das Becken. Die Kälte zieht sofort in ihre Knochen. Besonders schlimm wird es, als sie mit dem Kopf unter einer Planke durch das eiskalte Wasser tauchen müssen. Michael bekommt das Gefühl sein Gehirn wird schockgefroren und hat nur einen Wunsch: so schnell wie möglich raus aus dem Becken. Mit einem lauten Schrei taucht er auf der anderen Seite der Planke aus den Eiswürfeln wieder auf. Sein Körper fühlt sich taub an. Doch nachdem sie das Eiswasserbecken hinter sich haben, kehrt das Gefühl wie auch das Lächeln langsam wieder zurück und es kann weitergehen.</p>
<h2 style="text-align: left;"><strong>Wer stecken bleibt, kommt alleine nicht mehr raus</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Die Grundidee für Tough Mudder kam dem Briten Will Dean bei einem Marathonlauf. Auf der Strecke versuchte er, seine Jacke zu öffnen. Doch der Reißverschluss klemmte. Als er versuchte, Hilfe von den anderen Teilnehmern zu bekommen, wurde er bitter enttäuscht. Der mangelnde Teamgeist wurmte Dean und er beschloss ein Hindernisrennen zu entwickeln, bei dem es genau darauf ankommt. Gemeinsam mit Guy Livingston gründete er dann Tough Mudder. Die Strecke für den Lauf wurde nach dem Vorbild der Trainingscamps für Elitesoldaten gebaut – kein Wunder, war doch Dean selbst einmal bei den britischen Spezialkräften.</p>
<p style="text-align: justify;">Als die beiden dann ihr Konzept 2009 bei einem Wettbewerb der Harvard Business School vorstellten, war im Halbfinale Schluss. Denn als sie erklärten, dass sie rund 4.000 Teilnehmer für ihre Veranstaltung brauchten, winkte die Jury ab &#8211; zu unrealistisch. Sie ließen sich trotzdem nicht von ihrem Plan abbringen und richteten im folgenden Jahr das erste Rennen in den USA aus. Vier Jahre später überzeugt Tough Mudder mit 60 Events in sieben verschiedenen Ländern.</p>
<p style="text-align: justify;">Am heutigen Wochenende laufen etwa 8000 Männer und Frauen verteilt auf diverse Startergruppen beim ersten Tough Mudder-Rennen in Norddeutschland mit. Etwa 75 Prozent der Teilnehmer werden das Ziel erreichen. Am Ende werden viele mit Schrammen, Kratzern und anderen Blessuren aus dem Rennen gehen. Und natürlich mit Schlamm überzogen sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Richtig dreckig wird es in der „Double Mud Mile“. Hier müssen die Teilnehmer über rutschige und matschige Hügel und durch tiefe schlammige Gräben kommen. Es gibt niemanden, der aus dieser Nummer sauber rauskommt. Und jeder, der in einem Graben versackt, schafft es nur mit der Hilfe von anderen wieder raus. Philipp, Daniel und Michael hüpfen, krabbeln und ziehen sich gemeinsam durch die Mühle.</p>
<h2 style="text-align: left;"><strong>Ein bitterer Vorgeschmack aufs Ende</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Nach etwa eineinhalb Stunden erreichen die drei das „Electric Eel“. Bisherige Bilanz: Sie mussten sich durch noch mehr Schlamm kämpfen, über eine vier Meter hohe Holzwand klettern, an Ringen über einem Wasserbecken entlang hangeln und durch eine halb mit Wasser gefüllte schmale Röhre kriechen. Die drei sind durchnässt, von oben bis unten mit Modder beschmiert und das Lächeln ist nur noch halb zu sehen. Aber sie haben immerhin schon die Hälfte der Strecke und elf Hindernisse geschafft. Es ist 12:54 Uhr.</p>
<p style="text-align: justify;">Die zwölfte Station hat es aber in sich. Erneut müssen Philipp und seine Freunde auf dem Bauch durch den Schlamm robben. Was für sich genommen, keine Herausforderung mehr für die drei ist – nach allem was sie bisher schon bewältigt haben. Doch dieses Hindernis hat eine besondere Eigenheit. Statt Stacheldraht gibt es dieses Mal Drähte, die von oben herab hängen und bei Berührung Stromschläge austeilen.</p>
<p style="text-align: justify;">Schnell ist den drei Freunden klar: Hier geht es um Schnelligkeit. Sie robben so schnell es geht durch den Schlamm. Jedes Mal wenn einer von ihnen einen Draht berührt, knackt es und ein Stromschlag durchfährt sie. Schmerzverzerrt kommen die jungen Männer auf der anderen Seite wieder zum Stehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Von nun an wissen die drei was ihnen am Ende der Strecke blüht. Neun Kilometer Strecke und zehn Hindernisse liegen noch zwischen Philipp, Daniel und Michael und der „Electroshock Therapy“, dem letzten Hindernis des Parcours. Und wie sich die Stromschläge anfühlen, ist ihnen jetzt klar. Es ist viel schlimmer, als an einen Weidezaun zu fassen.</p>
<h2 style="text-align: left;"><strong>Electroshock Therapy</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Um 14:28 Uhr liegt das letzte Hindernis vor ihnen. Bedrohlich hängen die Kabel von oben herab. Philipp, Daniel und Michael stehen nebeneinander. Hinter der „Eletroshock Therapy“ liegt das Ziel. Nur noch dieses eine Hindernis müssen sie bewältigen und dann haben sie es geschafft. Warme Klamotten, Dusche und Bier warten auf sie – auf der anderen Seite des Hindernisses. Gemeinsam laufen sie los. Philipp hält sich links, versucht geschickt ohne Berührung durch die Kabel durchzuschlüpfen. Daniel läuft rechts, mit den Armen vor dem Kopf, gerade durch. Michael versucht sein Glück in der Mitte, ebenfalls mit den Armen vor dem Kopf.</p>
<p style="text-align: justify;">Alle drei Laufen. Philipp schlängelt sich durch, Daniel schafft es mit Schnelligkeit. Doch etwa nach der Hälfte der Strecke erwischt es Michael. Er berührt ein Kabel, ein Stromschlag trifft ihn, er strauchelt und fällt zu Boden. Erst mit der Nase im Schlamm kommt er wieder zu Bewusstsein. Robbt unter den Kabeln aus dem Hindernis raus. Hier helfen ihm Philipp und Daniel auf. Zum Glück ist nichts Schlimmes passiert. Michael fehlen nur ein paar Erinnerungen an den Sturz, sonst nichts. Weiter geht es, das Ziel liegt direkt vor ihnen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach etwas mehr als drei Stunden voller Qual, Kälte, Dreck und Wasser – nach 18 Kilometern Laufstrecke und 23 Hindernissen haben es die „Drei Wetter Thoughs“ gemeinsam geschafft. Zitternd, erschöpft und mit einem breiten Grinsen freuen sie sich über ihre Leistung. Und das ist alles, was für die drei Freunde zählt.</p>
<p style="text-align: justify;"><div class="cycloneslider cycloneslider-template-thumbnails cycloneslider-width-responsive" id="cycloneslider-tough-mudder-zusatz-5" style="max-width:1150px" ><div class="cycloneslider-slides cycle-slideshow"	data-cycle-allow-wrap="true" data-cycle-dynamic-height="off" data-cycle-auto-height="1150:647" data-cycle-auto-height-easing="null" data-cycle-auto-height-speed="250" data-cycle-delay="0" data-cycle-easing="" data-cycle-fx="fade" data-cycle-hide-non-active="true" data-cycle-log="false" data-cycle-next="#cycloneslider-tough-mudder-zusatz-5 .cycloneslider-next" data-cycle-pager="#cycloneslider-tough-mudder-zusatz-5 .cycloneslider-pager" data-cycle-pause-on-hover="true" data-cycle-prev="#cycloneslider-tough-mudder-zusatz-5 .cycloneslider-prev" data-cycle-slides="&gt; div" data-cycle-speed="1000" data-cycle-swipe="false" data-cycle-tile-count="7" data-cycle-tile-delay="100" data-cycle-tile-vertical="true" data-cycle-timeout="4000"	> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_ringe_2_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_vierergruppe_laufen_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_strom_therapy_zusammenstoss_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_strom_robben_frau_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_strom_robben_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img 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class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_ringe_1_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_mount_krampf_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_mount_hochhelfen_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_matsch_jungs_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_matschdreijungs_ende_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_matsch_eingesunken_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_matsch_4_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_matsch_dreijungs_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_matsch_4_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_Matsch_3_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_matsch_2_alegiani.jpg" alt="" 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class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_funky_monkey_1_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_im_Eiswasser_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img 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Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_dreijungs_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_boa_typ_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_boa_frau_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_boa_2frauen_1typ_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_ringe_jungs_alegiani.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">© Oliver Alegiani</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="" alt="" title="" /> </div> </div><div class="cycloneslider-prev"></div><div class="cycloneslider-next"></div></div><div id="cycloneslider-tough-mudder-zusatz-5-pager" class="cycloneslider-template-thumbnails cycloneslider-thumbnails"	style="max-width:1150px" ><ul class="clearfix"> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_ringe_2_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_vierergruppe_laufen_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_strom_therapy_zusammenstoss_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/10/Deutschland_toughmudder_hamburg_strom_robben_frau_alegiani-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img 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		<title>Bis die Finger bluten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Huth]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2014 11:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Philipp Guelland]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Bayern lieben ihre Traditionen und pflegen sie mit Hingabe, auch wenn das zuweilen Leidensbereitschaft erfordert – etwa bei der 55. Deutschen Meisterschaft im Fingerhakeln. Hier zählt nur eine Frage: Wer ist der Stärkste? <p> <a class="continue-reading-link" href="https://www.weltseher.de/bis-die-finger-bluten/"><i class="icon-right-dir"></i></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Die Bayern lieben ihre Traditionen und pflegen sie mit Hingabe, auch wenn das zuweilen Leidensbereitschaft erfordert – etwa bei der 55. Deutschen Meisterschaft im Fingerhakeln. Hier zählt nur eine Frage: Wer ist der Stärkste?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Warm ist es im Festzelt am Wittelsbacherpark. Der Geruch von Leberkas und Brathendl liegt in der Luft, dazu Tabak, Bier und Blasmusik. Langsam füllt sich der Raum unter dem großen weißen Zeltdach. Menschen in Tracht nehmen an Biertischen unter Kunsttannen-Girlanden Platz. Wohin ich auch schaue: Dirndl, Lederhosen, Wadlwärmer, Trachtenschmuck. Fesche Madln und gestandene Mannsbilder, davon viele mit Bart, Bauch und Bizeps.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Bühne ist bereitet, die Spiele können beginnen. An einem Sonntagvormittag im August beginnt in Garmisch-Partenkirchen ein Kraftwettkampf, der bayrischer nicht sein könnte. Fingerhakeln. An einem festgeschraubten Tisch sitzen sich die zwei „Hakler“, etwa gleich schwere Kontrahenten, auf Hockern gegenüber und versuchen sich gegenseitig hinüber zu ziehen. Dazu stecken sie ihre austrainierten und mit Magnesiapulver bestäubten Mittelfinger durch einen Lederring von etwa zehn Zentimetern Durchmesser.</p>
<p style="text-align: justify;"><div class="cycloneslider cycloneslider-template-thumbnails cycloneslider-width-responsive" id="cycloneslider-fingerhakeln-6" style="max-width:1150px" ><div class="cycloneslider-slides cycle-slideshow"	data-cycle-allow-wrap="true" data-cycle-dynamic-height="off" data-cycle-auto-height="1150:647" data-cycle-auto-height-easing="null" data-cycle-auto-height-speed="250" data-cycle-delay="0" data-cycle-easing="" data-cycle-fx="fade" data-cycle-hide-non-active="true" data-cycle-log="false" data-cycle-next="#cycloneslider-fingerhakeln-6 .cycloneslider-next" data-cycle-pager="#cycloneslider-fingerhakeln-6 .cycloneslider-pager" data-cycle-pause-on-hover="true" data-cycle-prev="#cycloneslider-fingerhakeln-6 .cycloneslider-prev" data-cycle-slides="&gt; div" data-cycle-speed="1000" data-cycle-swipe="false" data-cycle-tile-count="7" data-cycle-tile-delay="100" data-cycle-tile-vertical="true" data-cycle-timeout="4000000"	> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_09.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Geschafft! Anton Baders Freude über den Meistertitel im Mittelgewicht ist grenzenlos. Die Gelassenheit seines Auffängers auch. © Philipp Guelland</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_08.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Zuvor hatte Bader im Finale acht Sekunden lang alles gegeben. © Philipp Guelland</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_06.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Zu Beginn eines Kampfes suchen die Kontrahenten unter Aufsicht des Schiedsrichters Halt im Lederring.</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_10.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Gespannt wartet das Publikum auf den Start. © Philipp Guelland</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_05.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Und dann beginnt ein schmerzhaftes Ringen um jeden Zentimeter. © Philipp Guelland</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_04.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Der Verlierer wird "über den Tisch gezogen". Daher stammt auch die Redensart. © Philipp Guelland</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_01.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Früh übt sich, wer ein großer Fingerhakler werden will: im Trainingslager "Fliegengewicht". Um Verletzungen zu vermeiden, lernt der Nachwuchs auch wie wichtig die Vorbereitung ist. © Philipp Guelland</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_02.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Etwa das warm Föhnen der Hände und das Einpudern mit Magnesium. © Philipp Guelland</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_03.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Oder das Aufwärmen mit Fußhilfe und umgebauten Expandern. © Philipp Guelland</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_07.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Trotz guter Vorbereitung kommt es immer wieder zu blutigen Fingern, die beim Wettkampf schnell verarztet werden müssen. © Philipp Guelland</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_11.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Auch für ihn hat sich das Durchhalten gelohnt: Josef Utzschneider ist wieder deutscher Meister im Schwergewicht. Trotzdem hat Finalverlierer Michael Kölbl noch genug Sportsgeist für ein Lächeln übrig. © Philipp Guelland</div> </div> </div> <div class="cycloneslider-slide cycloneslider-slide-image" > <img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_12.jpg" alt="" title="" /> <div class="cycloneslider-caption"> <div class="cycloneslider-caption-title"></div> <div class="cycloneslider-caption-description">Prost. Ein Bayer trinkt am Liebsten aus dem Siegerpokal. © Philipp Guelland</div> </div> </div> </div><div class="cycloneslider-prev"></div><div class="cycloneslider-next"></div></div><div id="cycloneslider-fingerhakeln-6-pager" class="cycloneslider-template-thumbnails cycloneslider-thumbnails"	style="max-width:1150px" ><ul class="clearfix"> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_09-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_08-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_06-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_10-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_05-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_04-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_01-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_02-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_03-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_07-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_11-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> <li><img src="https://www.weltseher.de/wp-content/uploads/2014/08/fingerhakeln_PGU_12-40x40.jpg" width="40" height="40" alt="" title="" /></li> </ul></div>
<h2 style="text-align: left;"> &#8222;Ohne Leidensfähigkeit geht in diesem Sport nichts.&#8220;</h2>
<p style="text-align: justify;"> Als ich die Teilnehmer bei ihren Vorbereitungen beobachte, wird mir klar: Das hier ist ernst, keine Touristengaudi und kein Kirmesboxen. Hier geht es wirklich um Tradition, Männlichkeit, und um Sieg oder Niederlage. Hinter der Bühne: Tracht und Tunnelblick, überall konzentrierte Gesichter. Finger werden geknetet und aufgewärmt, gepulvert und geföhnt. Für Bier und Brathendl ist jetzt noch keine Zeit, erst wird gekämpft.</p>
<p style="text-align: justify;">Ohne Leidensfähigkeit geht in diesem Sport nichts, denn das Zerren am Lederring verursacht Dehnungsschmerzen an Finger, Hand und Arm. Oft reißt die punktuelle Belastung auch die Haut am Hakelfinger auf. Immer wieder sehe ich Teilnehmer mit blutenden Fingern von der Bühne kommen und Richtung Sanitäter gehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Fingerhakler, erfahre ich von Mitorganisator Hubert, trainieren gezielt für ihren Sport. Mit Gewichten, Expandern und Klimmzügen am Hakelfinger. Wichtig seien vor allem Schnellkraft und Technik, erklärt er mir weiter. Man muss den Gegner überraschen um ihn „über den Tisch zu ziehen“.</p>
<p style="text-align: justify;">Tatsächlich geht die Redensart auf den skurrilen alpenländischen Kraftsport zurück, der seinen Ursprung im 17. Jahrhundert hat. Mit Fingerhakeln wurde früher Streit friedlich ausgetragen, heißt es. Das harte Leben in den Alpentälern Bayerns und Österreichs prägte rauhe Sitten und der Wettstreit half, Raufereien oder Schlimmeres zu vermeiden. Heute ist das Hakeln dort ein organisierter Sport mit Vereinen, genormten Wettkampfgeräten, festen Regeln, Gewichts- und Altersklassen, Schiedsrichtern und eben Meisterschaften.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie in anderen professionellen Sportarten ist alles genormt, von den 8 Milimeter starken Lederriemen über die 109 Zentimeter langen Tische bis zu den 48 Zentimetern hohen Hockern. Die Tischplatte ist an den Kanten gepolstert, um Verletzungen zu vermeiden.</p>
<h2 style="text-align: left;">Fertig, ziagt’s!</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Wettkampf an sich ist kurz und intensiv: Die Gegner setzen sich an den Tisch, haken ihre Finger ein, bauen Körperspannung auf, der Schiedsrichter gibt sein Kommando &#8222;Beide Hakler fertig, ziagt’s!&#8220; und dann wird gezerrt und gezogen, was Muskeln und Bänder hergeben. Hochrote Köpfe, zusammengebissene Zähne, entschlossene Blicke oder zugekniffene Augen, manchmal Stöhnen und Prusten verraten die Anstrengung der Kontrahenten. Nach fünf bis 45 Sekunden geht einer über den Tisch, Hocker kippen, der andere hat gewonnen. Kurze Gratulation des Verlierers, Hocker wieder aufstellen, neues Paar, nächster Kampf.</p>
<p style="text-align: justify;">Rund 150 Männer und Jungen kämpfen in den neun verschiedenen Gewichts- und Altersklassen um Punkte – für sich selbst und ihre Vereine. Als Königsklasse gilt, wie in vielen Kraftsportarten, das Schwergewicht. Hier dominiert seit Jahren der Ohlstädter Josef Utzschneider, den die Sueddeutsche Zeitung einmal den „Usain Bolt des Fingerhakelns“ nannte. Utzschneider ist amtierender bayrischer, deutscher und alpenländischer Meister.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Einundreißigjährige mit den breiten Schultern und dem glattrasierten freundlichen Gesicht dominiert seit mehreren Jahren die Wettkämpfe, er gilt auch heute als Favorit. Doch sein Finalgegner Michael Kölb sieht gut dreißig Kilo schwerer aus und wirkt mit seinem dichten Vollbart eher bärenhaft – jemand, der jedes Kräftemessen spielend gewinnen dürfte. Wackelt die Titelverteidigung?</p>
<h2 style="text-align: left;">&#8222;Brüllend und mit gestreckten Fäusten liegt er in den Armen seines Auffängers.&#8220;</h2>
<p style="text-align: justify;">Das Finale im Mittelgewicht ist kurz und emotional. Anton Bader – Vollbart, Lederhose, grünes Hemd – reißt knapp acht Sekunden am Lederring, das Gesicht eine Grimasse, dann ist da nur noch die Emotion. Brüllend und mit gestreckten Fäusten liegt er in den Armen seines Auffängers. Zehn von zehn Punkten auf der Jubelskala, für mich das Bild des Tages.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Nachmittag neigt sich. Ein Sommergewitter ist prasselnd und donnernd über dem Festzelt niedergegangen. Es ist kühler geworden, Zeit für das Finale in der Königsklasse. Josef Utzschneider und Michael Kölb nehmen ihre Plätze ein, greifen durch den Ring und stemmen die Schienbeine vor die Tischkanten. Ich entscheide mich zunächst für ein Bild von den anfeuernden Zuschauern. Ehe ich das im Kasten habe, steht der Sieger jubelnd hinter mir – Usain Bolt hat wieder zugeschlagen.</p>
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